Mit Ismael Saibari hat der FC Bayern seinen ersten Sommer-Neuzugang präsentiert. Der marokkanische Nationalspieler wird künftig mit der Rückennummer 34 auflaufen – eine Entscheidung, die für den 25-Jährigen eine ganz besondere Bedeutung hat.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt Saibari mit der Rückennummer 11 derzeit viel Aufsehen. Der Neuzugang gehört mit drei Treffern im laufenden Turnier zu den besten Angreifern.
Auch beim FC Bayern wäre diese Nummer nach dem Abschied von Nicolas Jackson verfügbar gewesen. Saibari hat sich jedoch bewusst für die Trikotnummer 34 entschieden. Für den Offensivspieler ist die Wahl weit mehr als nur eine Zahl auf dem Rücken – sie ist eine emotionale Hommage an seinen früheren Freund Abdelhak Nouri.
Der ehemalige Ajax-Profi erlitt im Juli 2017 während eines Testspiels gegen Werder Bremen einen Herzstillstand auf dem Platz. Zwar überlebte Nouri den Zusammenbruch, erlitt dabei jedoch schwere und bleibende Hirnschäden.
Saibari auf den Spuren von Wagner und Höjbjerg

Nach seiner Vorstellung erklärte Saibari die Beweggründe für seine Rückennummer. „Er hat überlebt, aber ist seitdem nicht mehr in der Lage, sich selbstständig zu bewegen“, sagte der Bayern-Neuzugang über Nouri.
Deshalb sei die Wahl der Nummer für ihn eine Herzensangelegenheit: „Mit der 34 unterstütze ich ihn, denn es war seine letzte Nummer.“
Die Rückennummer ist damit ein dauerhaftes Zeichen der Verbundenheit und erinnert an einen der tragischsten Momente der jüngeren Fußballgeschichte.
Beim FC Bayern wurde die Nummer 34 in der Vergangenheit überwiegend von Nachwuchsspielern getragen. Unter anderem liefen bereits Sandro Wagner, Pierre-Emile Højbjerg, Marco Friedl und zuletzt Deniz Ofli mit dieser Rückennummer für den deutschen Rekordmeister auf.
Mit Saibari erhält die 34 nun eine ganz besondere Geschichte – und eine tief persönliche Bedeutung.

