Die Weltmeisterschaft 2026 verlief für die deutsche Nationalmannschaft alles andere als gut. Die Gruppenphase überstand man, dann folgte das Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Julian Nagelsmann ist mittlerweile nicht mehr Bundestrainer.
Kritik an seiner Person gab es im Turnierverlauf mehrfach. Unter anderem wegen der ein oder anderen Personalentscheidung. Das Festhalten an Leroy Sane ist ein Thema, auch die Personalie Deniz Undav sorgte für Fragezeichen.
Fans und Experten waren sich einig, dass Nagelsmann keinen guten Eindruck hinterlassen hat. Deswegen war die Trennung am Ende so etwas wie die logische Konsequenz.
Der Bayern-Block in der Nationalmannschaft konnte derweil nicht an seine Leistungen im Klub anknüpfen. Auch das war und ist weiterhin ein Thema.
Wegen Musiala: Henry-Kritik an Nagelsmann
Vor allem fehlende Klarheit wurde Nagelsmann immer mal wieder vorgeworfen. Insbesondere intern. Spieler sollen erst spät erfahren haben, ob sie spielen oder nicht.

Thierry Henry, der ehemalige Weltklassestürmer aus Frankreich, hat nun auch Kritik am mittlerweile ehemaligen Bundestrainer geäußert. Henry, als Experte für Fox Sports tätig, hat sich nach dem Aus der deutschen Mannschaft auch zu Nagelsmann geäußert.
„Die einzige Frage, die ich habe: Okay, du hast Undav im letzten Gruppenspiel nicht von Anfang an gebracht, gegen Paraguay schon – aber Musiala stand da nicht in der Startelf. Der Trainer wird hier einige Fragen zu seinen Entscheidungen beantworten müssen“, analysierte Henry.
Für ihn hätte der Dribbelkünstler des FC Bayern trotz seiner aktuell schwankenden Leistungen einen positiven Einfluss haben können. Insbesondere, was die Ideen mit dem Ball angeht „Es geht immer darum, was du mit dem Ball machst, wenn du ihn hast“, erklärte der Ex-Barca-Profi, der selbst 2002 mit Frankreich Weltmeister wurde.
Interessant ist in dem Zusammenhang: Nagelsmann sprach mehrfach davon, dass Musiala den Rhythmus braucht, um wieder in Form zu kommen. Ihn dann im ersten K.O.-Spiel nicht in die Startelf zu nehmen und Leroy Sané aufzustellen, das überraschte durchaus.

