Der FC Bayern hat Nathaniel Brown verpflichtet. Der Nationalspieler galt als Wunschlösung für die linke Seite und war sich früh mit dem Rekordmeister einig. Der Transfer wirft jedoch eine spannende Frage auf: Welche Auswirkungen hätte die Verpflichtung auf Alphonso Davies?
Nathaniel Brown ist ein absoluter Wunschspieler für den FC Bayern. Allen voran Vincent Kompany soll sehr beeindruckt von den Fähigkeiten des Spielers sein, aber auch Max Eberl galt früh als Fan.
Die Verhandlungen mit den Hessen verliefen ein wenig zäh, aber nachdem der FC Bayern vor einigen Tagen einen Schritt auf die Eintracht zuging einigte man sich schnell. Nach dem DFB-Ausscheiden wurde der Medizincheck in München absolviert, der Wechsel ging über die Bühne.
Zuletzt wurde zunehmend spekuliert, ob Brown langfristig als Konkurrenz oder sogar als möglicher Sofort-Nachfolger von Alphonso Davies eingeplant sein könnte.
Tatsächlich spricht jedoch vieles für das Gegenteil.
Brown würde Bayerns Flexibilität deutlich erhöhen
Die Verantwortlichen an der Säbener Straße schätzen vor allem Browns Vielseitigkeit. Der Linksfuß kann nicht nur als klassischer Außenverteidiger eingesetzt werden, sondern auch deutlich offensiver auf der linken Seite agieren.
Gerade in den taktisch flexiblen Systemen von Vincent Kompany ist diese Eigenschaft besonders wertvoll. Brown bringt die Fähigkeit mit, unterschiedliche Rollen während eines Spiels einzunehmen und sowohl defensive als auch offensive Aufgaben zu erfüllen.
Hinzu kommt seine Athletik. Der Frankfurter überzeugt durch hohes Tempo, enorme Laufstärke und die Fähigkeit, intensive Sprints über die gesamte Spielzeit hinweg abzurufen.
Nach internen Einschätzungen trauen ihm die Bayern sogar Einsätze auf der rechten Seite zu. Damit erhöht Brown die ohnehin hohe Flexibilität im Kader weiter und kann weitere Optionen für die Außenverteidigerpositionen schaffen.
Genau dieser Punkt könnte auch für Alphonso Davies von großer Bedeutung werden.
Davies könnte der große Gewinner sein

Der Kanadier war in den vergangenen Jahren häufig alternativlos, wenn es um Geschwindigkeit, Dynamik und Athletik auf den Außenbahnen ging. Gerade aufgrund seines einzigartigen Profils musste Davies oftmals enorme Belastungen schultern.
Diese intensive Spielweise hatte allerdings ihren Preis. In den vergangenen Jahren wurde der 25-Jährige immer wieder von Muskelverletzungen und zuletzt auch von einem Kreuzbandriss zurückgeworfen.
Ein Spieler wie Brown könnte deshalb für eine deutlich bessere Belastungssteuerung sorgen.
Mit dem Frankfurter stünde erstmals ein weiterer Außenverteidiger im Kader, der ähnliche athletische Voraussetzungen mitbringt und die hohen Anforderungen im Kompany-System erfüllen kann. Dadurch müssten die Bayern deutlich seltener auf Davies zurückgreifen, wenn es um Tempo und Dynamik auf der Außenbahn geht.
Gerade nach seiner langen Verletzungspause wäre das ein enormer Vorteil. Die Münchner könnten den Kanadier behutsamer aufbauen und ihm gezielt Pausen geben, ohne dabei auf wichtige Qualitäten verzichten zu müssen.
Darüber hinaus wäre auch ein gemeinsames Zusammenspiel denkbar. Während Brown die Außenbahn bearbeitet und defensiv absichert, könnte Davies in offensiveren Rollen seine Stärken ausspielen.
Insbesondere nach Ballverlusten müsste der Bayern-Star dann nicht mehr permanent die gesamte Seite im Vollsprint bearbeiten, was die körperliche Belastung deutlich reduzieren würde.
Genau deshalb wird ein möglicher Brown-Transfer intern nicht als Gefahr für Davies gesehen. Vielmehr könnte die Verpflichtung des Frankfurters dafür sorgen, dass der Kanadier langfristig wieder häufiger sein Topniveau erreicht. Aus Sicht des FC Bayern wäre das wohl das bestmögliche Szenario.

