„Talent allein reicht nicht“: Dante erklärt seine Bayern-Mission

Vjekoslav Keskic
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Mit Dante hat der FC Bayern einen alten Bekannten als Trainer der Amateure zurück an die Säbener Straße geholt. Im Interview mit dem kicker spricht der frühere Triple-Sieger über seine Trainer-Philosophie, den Einfluss von Pep Guardiola und Jupp Heynckes sowie seine Ziele am Campus.

Seit Mitte Juni ist Dante neuer Cheftrainer der Bayern-Amateure. Der frühere Innenverteidiger, der 2013 mit dem FC Bayern das Triple gewann, tritt die Nachfolge von Holger Seitz an und soll künftig die Entwicklung der Nachwuchsspieler vorantreiben.


Für den Brasilianer schloss sich mit der Rückkehr nach München ein Kreis.

„Ich wollte immer wieder nach Deutschland zurückkommen“, erklärte Dante im Interview mit dem kicker. München sei längst zu seiner „zweiten Heimat“ geworden. Als sich die Möglichkeit ergeben habe, die U23 des Rekordmeisters zu übernehmen, habe er „nicht lange überlegen“ müssen.

Guardiola und Heynckes prägten Dante

Der Wunsch, selbst Trainer zu werden, entstand bereits während seiner aktiven Karriere. Einen entscheidenden Anteil daran hatte Lucien Favre während ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach.

Später sammelte Dante unter Pep Guardiola und Jupp Heynckes weitere wertvolle Erfahrungen. „Pep hat mir gezeigt, wie detailliert Fußball sein kann und wie wichtig jede Kleinigkeit ist. Von Jupp Heynckes habe ich vor allem den Umgang mit Menschen gelernt“, erklärte der 42-Jährige.

Über Guardiola verriet Dante zudem, dass ihn der Spanier früh ermutigt habe, den Trainerberuf einzuschlagen: „Er hat mich motiviert und gesagt, dass ich das Profil dafür habe.“

Spielerentwicklung steht im Mittelpunkt

Dante
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Für Dante steht bei seiner neuen Aufgabe nicht in erster Linie der Tabellenplatz im Fokus. „Ich wünsche mir, dass die Spieler irgendwann sagen: Er hat immer alles für uns gegeben. Er hat uns geholfen, besser zu werden – nicht nur als Fußballer, sondern auch als Persönlichkeit“, betonte der Brasilianer.

Dabei verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz. Professionalität bedeute für ihn weit mehr als Taktik und Training. Ernährung, Schlaf, Regeneration und Konzentration seien ebenso entscheidend wie die tägliche Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu gehen. „Talent ist wichtig, aber Talent allein reicht nicht. Du musst jeden Tag bereit sein, hart zu arbeiten“, stellte Dante klar.

Vertrauen statt Autorität

Seine erfolgreiche Spielerkarriere möchte Dante dabei nicht als Druckmittel einsetzen. „Wichtig ist nicht, dass sie mich als ehemaligen Fußballer kennen. Wichtig ist, dass sie mich als Trainer kennenlernen und vertrauen“, erklärte der neue U23-Coach.

Um den Draht zu seiner Mannschaft möglichst schnell aufzubauen, nutzte Dante unter anderem das Trainingslager am Walchsee für zahlreiche Einzelgespräche. Sein Ziel sei es, die Spieler nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Menschen kennenzulernen.

Die ersten Eindrücke stimmen ihn optimistisch: „Sie arbeiten konzentriert, sie haben Energie und sie wollen sich verbessern. Das hat mir richtig gut gefallen.“

Mit seiner Mischung aus Menschlichkeit, Professionalität und internationaler Erfahrung soll Dante künftig dabei helfen, die nächsten Bayern-Talente an den Profifußball heranzuführen.

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