Manuel Neuer kehrte vor der WM 2026 in den Kader der deutschen Nationalmannschaft zurück. Der Torhüter des FC Bayern konnte aber keinen großen Einfluss nehmen. Das sorgte dafür, dass sich die Kritiker bestätigt fühlten.
Denn für viele war es schon vor der Weltmeisterschaft ein großes Thema, dass Neuer nun zurückkehrte und wieder die Nummer eins sein sollte. Nach einer Saison, die beim FC Bayern nun auch nicht von der ganz großen Brillanz geprägt war.
Dass Julian Nagelsmann, mittlerweile der Ex-Bundestrainer, dieses Fass aufmachte, sorgte für Unverständnis. Nach der WM ist man nun schlauer und kann durchaus das Fazit ziehen, dass Neuer zwar nicht Schuld am Ausscheiden war, aber nun auch nicht dafür gesorgt hat, die deutsche Mannschaft im Turnier zu halten.
Matthäus mit Klartext zur Neuer-Rückkehr
Nun hat sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zur Rückkehr von Neuer geäußert. In seiner BILD-WM-Kolumne sprach er darüber, wie er selbst im höheren Alter noch auf der großen Bühne unterwegs war und dass das nicht immer leicht gewesen ist.

Matthäus kam zu dem Fazit, dass er selbst sich die EM 2000, an der er teilnahm, hätte sparen können. Und erklärte: “Manuel Neuer hätte sich diese WM ebenfalls sparen können. Letztendlich war es viel Wind um nichts. Ja, er hat einen Elfmeter gegen Paraguay gehalten, und wenn es gut gegangen wäre, wäre er ein Held gewesen. Aber es ist nicht gutgegangen.”
Und weiter: “Natürlich bleibt von seiner Karriere in der deutschen Nationalelf immer der WM-Titel 2014. Und insgesamt, dass er das Torwartspiel neu erfunden hat. Stilbildend, wie er als 11. Feldspieler agierte, als eine Art Libero. Und wie schnell er im Spielaufbau war. Das gab es vor ihm so nicht, auch deshalb ist er fünfmal Welttorhüter geworden. Er ist eine Legende. Trotzdem hat seine Karriere eine kleine Delle!”
Mittlerweile ist zumindest klar, dass Neuer nicht mehr für die Nationalelf spielen wird. Beim FC Bayern steht er nach seiner Vertragsverlängerung noch für ein Jahr im Tor, wird sich aber mit Jonas Urbig abwechseln.

