Harte Worte! Bayern-Legende schießt gegen Nagelsmann

Sebastian Mittag
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Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft reißt die Kritik an Julian Nagelsmann nicht ab. Nun hat auch Bayern-Legende Jean-Marie Pfaff deutliche Worte über den ehemaligen Bundestrainer gefunden.

Das Aus im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay hat beim DFB weitreichende Konsequenzen. Julian Nagelsmann musste seinen Posten als Bundestrainer räumen, als Nachfolger gilt Jürgen Klopp als designierte Lösung.


Mit Jean-Marie Pfaff hat sich nun auch eine Ikone des FC Bayern kritisch zur Amtszeit des 38-Jährigen geäußert. Der frühere Weltklasse-Torhüter hält Nagelsmann grundsätzlich für den falschen Mann auf der DFB-Bank.

Im Interview mit ran sagte der Belgier: „Ich halte Nagelsmann für einen netten Menschen, aber ich hätte ihm nicht so viel Verantwortung gegeben. Nur weil man Fußball in der Schule gelernt hat, ist man noch lange kein guter Trainer für eine Nationalmannschaft. Man braucht auch eine gewisse Erfahrung und muss auch etwas ausstrahlen.“

Pfaff zufrieden mit DFB-Entscheidung für Klopp

Mit Blick auf den wohl bevorstehenden Amtsantritt von Jürgen Klopp zeigte sich Pfaff dagegen überzeugt: „Wenn ich an früher denke: Franz Beckenbauer, Berti Vogts, die hatten diese Ausstrahlung. Es gibt für Deutschland aktuell keinen Besseren als Jürgen Klopp, wenn er das wirklich machen will. Mit Borussia Dortmund und dem FC Liverpool hat er viel erreicht, er kann Deutschland wieder zum Erfolg führen.“

Auch Nagelsmanns Entscheidung, Joshua Kimmich dauerhaft als Rechtsverteidiger einzusetzen, sieht Pfaff kritisch. „Eine Nationalmannschaft muss für etwas stehen. In den Niederlanden hat Johan Cruyff ein System installiert und das hat funktioniert. Deutschland stand lange für etwas. Wofür stehen die beiden Mannschaften heute? Bei allem Respekt, aber wieso spielt Joshua Kimmich Rechtsverteidiger? Wo holt man das her? Er ist ein defensiver Mittelfeldspieler. Nimm einen Rechtsverteidiger mit, man hat 26 Kaderplätze.“

Jean-Marie Pfaff
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Darüber hinaus vermisste der 72-Jährige den mannschaftlichen Zusammenhalt: „Jeder Spieler hat gefühlt sein eigenes Ding gemacht und dabei oft nicht das Niveau erreicht, das er in der Liga gezeigt hat. Ich hoffe, dass die Wende schnell kommt.“

Nach dem erneuten WM-Rückschlag steht der DFB damit vor einem Neustart. Sollte Klopp tatsächlich übernehmen, wird er die Nationalmannschaft nach den Vorstellungen vieler Kritiker wieder zu alter Stärke führen sollen.

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