Der Rekordtransfer von Morgan Rogers zum FC Chelsea könnte auch für den FC Bayern Folgen haben. Durch die millionenschweren Einnahmen von Aston Villa steigen die Hoffnungen in München, dass der englische Premier-League-Klub bei Joao Palhinha ernst macht.
Für den FC Bayern gehört Joao Palhinha weiterhin zu den Verkaufskandidaten in diesem Transfersommer. Die Münchner würden den portugiesischen Nationalspieler gerne zeitnah von der Gehaltsliste streichen und verlangen Medienberichten zufolge rund 25 Millionen Euro Ablöse.
Bislang erwies sich diese Forderung allerdings als Hürde. Sporting Lissabon soll sich deshalb aus dem Rennen verabschiedet haben, Benfica gilt zwar weiterhin als Interessent, möchte die geforderte Summe aber offenbar nicht sofort bezahlen. Auch Juventus und die AC Mailand werden immer wieder mit Palhinha in Verbindung gebracht, konkrete Verhandlungen sind bislang jedoch nicht bekannt.
Aston Villa verfügt plötzlich über deutlich mehr Spielraum
Neue Dynamik könnte nun Aston Villa in den Transferpoker bringen. Der Premier-League-Klub hat Morgan Rogers für eine Ablöse von rund 137 Millionen Euro an den FC Chelsea verkauft und damit den bislang teuersten Transfer dieses Sommers abgewickelt.
Hinzu kommen laut den Berichten weitere Einnahmen durch den Verkauf von Youri Tielemans, der mehr als 40 Millionen Euro eingebracht haben soll. Insgesamt verfügt Aston Villa damit über Transfererlöse von knapp 180 Millionen Euro.
Zwar investierten die Engländer bereits rund 100 Millionen Euro in Johan Manzambi und Joao Gomes, dennoch bleibt der Klub finanziell im Plus – und hätte damit die Mittel, auch bei Palhinha zuzuschlagen.
Bayern hofft auf festen Transfer

Aus Sicht des FC Bayern gibt es noch einen weiteren Grund für Optimismus. Das Interesse von Aston Villa an Palhinha soll bereits bestanden haben, bevor die jüngsten Transfers abgeschlossen wurden. Zudem unterscheiden sich die Profile der bisherigen Neuzugänge deutlich vom Bayern-Profi.
Während Joao Gomes und Johan Manzambi vor allem offensiv ausgerichtet sind, ist Palhinha ein klassischer defensiver Mittelfeldspieler. Genau auf dieser Position besteht bei Aston Villa nach dem Kreuzbandriss von Amadou Onana Bedarf.
Der Portugiese kehrte zuletzt zwar zur Saisonvorbereitung an die Säbener Straße zurück und absolvierte die obligatorischen Leistungstests. Dennoch gilt ein Abschied weiterhin als wahrscheinlich. Sowohl der FC Bayern als auch Palhinha sollen einem Transfer bei einem passenden Angebot offen gegenüberstehen.
Sollte Aston Villa die jüngsten Millionen-Einnahmen tatsächlich für eine Verpflichtung des 30-Jährigen nutzen, könnte Max Eberl einen weiteren wichtigen Verkauf über die Bühne bringen. Das würde nicht nur zusätzliche Einnahmen generieren, sondern auch den finanziellen Spielraum des Rekordmeisters für die verbleibende Transferphase weiter erhöhen.

