Der kicker hat seine traditionelle Rangliste des deutschen Fußballs fortgesetzt und diesmal die defensiven Mittelfeldspieler der Bundesliga bewertet. Aus Sicht des FC Bayern gibt es dabei Licht und Schatten: Joshua Kimmich führt das Ranking an, Tom Bischof sorgt für eine positive Überraschung – während Aleksandar Pavlovic deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Zweimal pro Jahr bewertet der kicker die besten Bundesliga-Profis auf ihren jeweiligen Positionen. Die Einteilung erfolgt in die Kategorien Weltklasse, Internationale Klasse und Nationalklasse. Gerade beim FC Bayern gehören Platzierungen in den oberen Rängen zum Anspruch.
Im defensiven Mittelfeld schaffte es diesmal allerdings kein Spieler in die Weltklasse-Kategorie.
Kimmich führt das Ranking an
Joshua Kimmich wurde vom kicker als bester defensiver Mittelfeldspieler der Bundesliga eingestuft und belegt Rang eins der Liste. Den Sprung in die höchste Kategorie verpasste der Bayern-Kapitän jedoch knapp.
Nach Einschätzung des Fachmagazins verhinderten insbesondere die Auftritte im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain eine Einstufung als Weltklasse. Dort hätten die direkten Gegenspieler den entscheidenden Unterschied ausgemacht.
Neben Kimmich schafften es lediglich Kaishu Sano vom 1. FSV Mainz 05 und Freiburg-Neuzugang Johan Manzambi in die Kategorie der Internationalen Klasse.
Bischof überzeugt – Pavlovic nur auf Rang 16

Für eine Überraschung aus Münchner Sicht sorgt Tom Bischof. Der 21-Jährige belegt Rang fünf und zählt damit zu den größten Gewinnern der Rangliste. Ausschlaggebend waren laut kicker vor allem seine enorme Flexibilität und seine starke Anpassungsfähigkeit. Bischof überzeugte in der vergangenen Saison nicht nur im zentralen Mittelfeld, sondern kam auch mehrfach als Linksverteidiger erfolgreich zum Einsatz.
Weniger erfreulich fällt das Ergebnis für Aleksandar Pavlovic aus. Obwohl der deutsche Nationalspieler über weite Strecken der vergangenen Saison Stammspieler an der Seite von Kimmich war und zahlreiche starke Leistungen zeigte, reicht es im Ranking lediglich zu Platz 16.
Auch ein ehemaliger Bayern-Profi findet sich weit vorne wieder. Leon Goretzka, der den Rekordmeister in diesem Sommer verlassen hat, belegt Rang acht. Angesichts seiner zuletzt eher wechselhaften Rolle in München dürfte diese Platzierung durchaus überraschen.
Die aktuelle Rangliste unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert von Joshua Kimmich im Bayern-Spiel. Gleichzeitig zeigt sie, dass Tom Bischof nach seiner starken Premierensaison inzwischen auch über die Vereinsgrenzen hinaus große Anerkennung genießt. Für Pavlovic dürfte das Abschneiden dagegen zusätzliche Motivation sein, sich in der neuen Saison wieder weiter nach vorne zu arbeiten.

