Kimmich zurück ins DFB-Mittelfeld? Klopp gibt ersten Fingerzeig

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Jürgen Klopp hat bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Bundestrainer direkt erste Einblicke in seine sportlichen Vorstellungen gegeben. Besonders eine Aussage lässt aufhorchen: Joshua Kimmich soll offenbar nicht dauerhaft als Rechtsverteidiger eingeplant werden. Stattdessen kündigte der 59-Jährige einen personellen Umbruch und mehr Mut bei der Kaderauswahl an.

Mit dem Amtsantritt von Klopp beginnt beim Deutschen Fußball-Bund eine neue Ära. Nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Paraguay soll der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool die Nationalmannschaft wieder zurück in die internationale Spitze führen.


Schon bei seiner ersten Pressekonferenz wurde deutlich, dass Klopp eigene Ideen für die Ausrichtung der DFB-Elf mitbringt.

Klopp vermeidet Festlegung bei Kimmich

Zuletzt hatte Sky berichtet, dass die Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger für Klopp höchste Priorität genieße und Joshua Kimmich künftig wieder dauerhaft im zentralen Mittelfeld spielen könnte.

Auf die Rolle des Bayern-Kapitäns angesprochen, wollte sich Klopp allerdings noch nicht endgültig festlegen. „Ich habe Ideen, aber noch mit niemandem gesprochen. Ich werde hier keine Position verteilen. Spielen wird, wer sehr gut ist, richtig Bock hat. Und in dem Moment, wenn er das Trikot anzieht, noch ein bisschen besser wird“, erklärte der neue Bundestrainer.

Mit einem Augenzwinkern schob Klopp jedoch hinterher: „Wir werden definitiv mit einem Rechtsverteidiger spielen.“

Diese Aussage dürfte als deutlicher Hinweis verstanden werden, dass Kimmich künftig wieder häufiger auf seiner bevorzugten Position im Mittelfeld zum Einsatz kommen könnte. Unter Julian Nagelsmann hatte der Bayern-Star bei der Weltmeisterschaft mangels Alternativen erneut als Rechtsverteidiger ausgeholfen.

Klopp kündigt mutigen Neustart an

Jürgen Klopp
Foto: IMAGO

Neben der Personalie Kimmich machte Klopp deutlich, dass er frischen Wind in die Nationalmannschaft bringen möchte. Der 59-Jährige kündigte an, jungen und bislang weniger beachteten Spielern eine echte Chance geben zu wollen.

„Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die noch gar nicht damit rechnen. Weil ich gerne mutig sein werde. Das war ich schon immer und werde ich auch bleiben“, erklärte Klopp.

Sein Ziel sei es, eine Mannschaft zu formen, die attraktiven und mutigen Fußball spielt: „Ich habe Lust, mit Jungs zusammenzuarbeiten, die einen Fußball spielen, der allen gefällt. Das ist nicht immer sofort erfolgreich, aber ich möchte erreichen, dass die Leute nach dem Spiel nach Hause gehen und sagen: ‚Wow!‘“

Für die Bayern-Profis dürfte der Trainerwechsel beim DFB damit durchaus Folgen haben. Während Joshua Kimmich auf eine Rückkehr ins zentrale Mittelfeld hoffen darf, könnten gleichzeitig neue Gesichter aus dem Nachwuchs oder der Bundesliga ihre Chance erhalten. Klopps erste Aussagen machen jedenfalls deutlich, dass sich die deutsche Nationalmannschaft personell und spielerisch verändern wird.

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