Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer – und offenbar wäre seine Karriere beinahe gleich zweimal beim FC Bayern gelandet. Uli Hoeneß unternahm wohl Jahre nach dem ersten Anlauf einen weiteren Versuch, den Erfolgscoach nach München zu holen.
Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer hat der DFB einen der erfolgreichsten deutschen Trainer der vergangenen Jahrzehnte gewonnen. Fast wäre der 59-Jährige allerdings schon deutlich früher beim FC Bayern gelandet.
Bereits 2008 beschäftigten sich die Münchner intensiv mit Klopp. Damals trainierte der heutige Bundestrainer noch den 1. FSV Mainz 05, ehe sich der Rekordmeister letztlich für Jürgen Klinsmann entschied.
Im Podcast Bayern Insider erinnerte BILD-Fußballchef Christian Falk an den ersten Anlauf: „Man weiß ja, dass Uli Hoeneß ihn mal gerne gehabt hätte. Damals war er noch Trainer bei Mainz.“
Hoeneß startete zweiten Anlauf
Doch damit war das Interesse des Ehrenpräsidenten offenbar nicht beendet. Jahre später versuchte Hoeneß laut Falk erneut, Klopp nach München zu lotsen.
„Uli Hoeneß hat es nochmal probiert. Das war in der Zeit, als er Jupp Heynckes unbedingt halten wollte“, so Falk.
Damals habe sich Hoeneß direkt beim Management des Trainers erkundigt, ob eine Verpflichtung trotz dessen Vertrags beim FC Liverpool möglich sei. Die Antwort fiel jedoch eindeutig aus: „Da wurde ihm aber gleich ganz klar signalisiert: ‚Du brauchst gar nicht mit Jürgen reden. Der geht da nicht raus. Danke für den Anruf.’“
Nachdem Klopp nicht verfügbar war, richteten die Bayern ihren Fokus auf Thomas Tuchel. Auch dieser zeigte laut Falk grundsätzlich Interesse: „Und nachdem dieses No kam, war es dann so weit: Man hat sich Tuchel genähert. Man hat eine Telefonkonferenz mit Tuchel gemacht und gesagt: ‚Thomas, wir würden dich gerne für den FC Bayern haben.’“
Doch auch daraus wurde zunächst nichts. „Und dann musste Tuchel aber sagen: ‚Freut mich sehr. Ich würde sehr gerne Bayern-Trainer werden, aber ich habe schon bei einem anderen Verein unterschreiben.‘ Er sagte nicht welcher, aber es war Paris Saint-Germain.“
Am Ende entschieden sich die Bayern für Niko Kovac, während Tuchel erst Jahre später an die Säbener Straße wechselte. Klopp hingegen blieb Liverpool treu – ehe er nun erstmals das Amt des Bundestrainers übernimmt.

