Klare Ansage von Hoeneß: Bayern verzichtet auf Transfer-Notverkäufe

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Der FC Bayern möchte seinen Kader bis zum Ende der Transferperiode weiter verschlanken. Mit João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Armindo Sieb stehen gleich vier Profis auf der Verkaufsliste. Uli Hoeneß machte nun jedoch deutlich, dass die Münchner trotz der sportlichen Ausgangslage keine Notverkäufe planen.

Sportvorstand Max Eberl arbeitet seit Wochen daran, den Kader des Rekordmeisters zu verkleinern. Während auf der Zugangsseite mit Ismael Saibari und Nathaniel Brown bereits früh Nägel mit Köpfen gemacht wurden, gestaltet sich die Suche nach Abnehmern für einige Verkaufskandidaten deutlich schwieriger.


Vor allem bei João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza gibt es bislang keine Einigung mit einem neuen Verein. Entsprechend wird Eberl immer wieder vorgeworfen, auf der Verkaufsseite zu wenig Fortschritte zu erzielen.

Hoeneß verweist auf Millionen-Einnahmen

Diese Kritik kann Uli Hoeneß jedoch nicht nachvollziehen. Der Ehrenpräsident erinnerte daran, dass der FC Bayern bereits zahlreiche Einnahmen durch Transfers erzielt hat.

„Es waren zwar kleine Summen, aber am Ende war es doch ein ganz schöner Betrag. Wir hatten heute Morgen eine kleine Sitzung mit Herbert Hainer und ein paar Leuten von unserem Aufsichtsrat, und da hat er berichtet, dass schon über 40 Millionen Euro eingenommen wurden“, erklärte Hoeneß am Rande des Trainingslagers am Tegernsee.

Zu den Verkäufen zählen unter anderem Noel Aseko, Jonathan Asp Jensen, Jonah Kusi-Asare sowie die Torhüter Alexander Nübel und Daniel Peretz. Hinzu kamen weitere Abgänge aus dem Nachwuchsbereich, sodass sich die Einnahmen inzwischen auf mehr als 40 Millionen Euro summieren.

Keine Billigverkäufe trotz klarer Perspektive

Joao Palhinha
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Dass die prominentesten Verkaufskandidaten bislang noch keinen neuen Verein gefunden haben, sorgt intern offenbar nicht für zusätzlichen Druck. Im Gegenteil: Hoeneß stellte klar, dass der FC Bayern seine Spieler nicht unter Wert abgeben wird.

„Wenn es jetzt noch gelingt, den einen oder anderen abzugeben, was wir eigentlich gerne möchten, aber – und das muss ich auch noch mal ganz deutlich sagen: Ein Vertrag beim FC Bayern ist sakrosankt. Das heißt: Wenn man am Ende eben nichts findet, müssen wir die Spieler behalten“, betonte der 74-Jährige.

Damit stärkt Hoeneß seinem Sportvorstand demonstrativ den Rücken. Zwar haben Palhinha, Boey, Zaragoza und auch Leih-Rückkehrer Sieb unter Vincent Kompany keine sportliche Perspektive. Dennoch sollen sie den Verein nur verlassen, wenn eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung gefunden wird.

Die Botschaft der Bayern-Führung ist damit eindeutig: Der Kader soll zwar weiter verkleinert werden, Verkäufe um jeden Preis wird es jedoch nicht geben. Sollten bis zum Ende der Transferperiode keine passenden Angebote eingehen, ist der Rekordmeister bereit, die Verträge der betroffenen Profis zu respektieren – auch wenn sie in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen.

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