Bayern-Boss rechnet mit Infantino ab: „Ein Glück, dass dieser Spuk vorbei ist“

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Die umstrittenen Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino sind vom Tisch – sehr zur Freude des FC Bayern. Präsident Herbert Hainer fand kurz vor dem Abflug der Münchner zur Asien-Tour deutliche Worte und übte scharfe Kritik am Vorgehen des Weltverbands. Gleichzeitig lobte der 72-Jährige die klare Haltung der UEFA.

Die Idee der FIFA, Anteile an Weltmeisterschaften an externe Investoren zu verkaufen, hatte in den vergangenen Tagen weltweit für heftige Diskussionen gesorgt. Vor allem die UEFA und ihre Mitgliedsverbände hatten sich entschieden gegen das Vorhaben gestellt. Am Ende zog die FIFA ihre Pläne wieder zurück.


Für Herbert Hainer ist das die einzig richtige Entscheidung.

Hainer: „Ein Glück, dass dieser Spuk vorbei ist“

Der Bayern-Präsident erleichtert über das Scheitern der Pläne. „Zunächst mal muss ich sagen, ist es ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist“, erklärte Hainer.

Besonders kritisch sieht der 72-Jährige die fehlende Transparenz im Vorfeld der Diskussion.

„Ich denke, die UEFA hat ja ganz klar gesagt, dass sie Transparenz vermisst und auch von Vertrauensverlust gesprochen hat. Denn wenn man sich vorstellt: Niemand war vorher eingeweiht. Die ganzen Verbände wurden überrascht und das lag über Nacht auf dem Tisch.“

Warnung vor Investoren-Einfluss

Herbert Hainer
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Für Hainer geht es dabei um weit mehr als eine wirtschaftliche Entscheidung. Der Bayern-Präsident sieht die Grundwerte des Fußballs gefährdet, sobald externe Investoren Einfluss auf den Sport erhalten.

„Fußball muss Fußball bleiben. Die FIFA hat als oberster Dachverband die Aufgabe, den Fußball zu organisieren. Wenn Fremdinvestoren mitbestimmen wollen, dann besteht immer die Gefahr, dass an den Grundprinzipien und Grundstrukturen des Fußballs angegriffen wird.“

Als mögliche Folgen nannte Hainer beispielhaft Veränderungen am eigentlichen Spiel.

„Das kann Anstoßzeiten betreffen, das können mehrere Hydration Breaks sein – ich könnte mir vieles vorstellen.“

Deshalb fordert der Bayern-Präsident, dass ähnliche Vorstöße künftig gar nicht erst entstehen.

„Ich denke, man muss jetzt sicherstellen, dass so eine Idee nicht mehr auf den Tisch kommt. Da bin ich wirklich der festen Überzeugung und sehr froh, dass gerade auch die UEFA so rangegangen ist und damit dieser Spuk beendet wurde.“

Mit seinen Aussagen reiht sich Hainer in die deutliche Kritik der Bayern-Führung ein. Zuvor hatten bereits Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl die Investorenpläne der FIFA scharf kritisiert. Nun macht auch der Bayern-Präsident klar, dass der Rekordmeister den Einfluss externer Investoren auf den Weltfußball entschieden ablehnt.

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