In der Innenverteidigung des FC Bayern herrscht vor der neuen Saison ein harter Konkurrenzkampf. Mit Jonathan Tah, Dayot Upamecano und Minjae Kim kämpfen gleich mehrere Topspieler um die Startplätze. Während Kim den Wettbewerb ausdrücklich begrüßt, stellte Trainer Vincent Kompany klar, wie hoch er die Leistungen des Südkoreaners einschätzt.
Vor dem Testspiel gegen Jeju SK sprach Kim auf der Pressekonferenz über die Situation im Abwehrzentrum. Der 29-Jährige sieht den Konkurrenzkampf als Chance, sich weiterzuentwickeln.
„Ich bin sehr froh, mich mit Jonathan Tah und Dayot Upamecano messen zu können“, erklärte der Innenverteidiger.
Für Kim gehört der Wettbewerb zum Alltag beim deutschen Rekordmeister. „Wir haben in jeder Saison bei Bayern einen großen Wettkampf um die Plätze, aber auch ein gutes Verhältnis. Und wir sprechen viel über die Situationen, daher bin ich sehr zufrieden, ich kann viel lernen. Ich bin sehr froh bei Bayern zu sein, und sehr zufrieden. Ich habe einige Spiele absolviert und da immer mein Bestes gegeben und alles auf dem Platz gelassen. Ich hoffe, dass ich diese Saison viele Einsätze vom Trainer erhalte und bleiben kann.“
Mit der Verpflichtung von Nationalspieler Jonathan Tah hat sich der Konkurrenzkampf in der Defensive nochmals verschärft. Neben Upamecano und Kim zählt auch der Neuzugang zu den Kandidaten für die Stammformation von Vincent Kompany.
Kompany verteilt großes Lob an Kim

Der Bayern-Coach machte jedoch deutlich, dass allein die Leistungen auf dem Platz über die Einsatzzeiten entscheiden.
„Wir sprechen über Wettkampf, das mag ich und das ist das, was ich persönlich erlebt habe“, erklärte Kompany mit Blick auf seine eigene Karriere als Innenverteidiger bei Manchester City.
Anschließend richtete der Belgier ein besonderes Lob an Kim: „Ich muss Minjae ein Kompliment machen: wie er sich darstellt, was er leistet auf dem Platz – und dass er nicht redet. Er ist in jeder Situation mit der richtigen Antwort da: Seine Leistungen waren immer top für uns.“
Für Kompany ist genau diese Einstellung entscheidend. „Für mich ist es wichtig zu sehen, dass er leistet, was er tut. Und entsprechend müssen die anderen auch Leistungen bringen. Das will ich auf jeder Position haben, nicht nur in der Innenverteidigung.“
Mit seinen Aussagen machte der Bayern-Trainer deutlich, dass der Konkurrenzkampf keineswegs gegen Kim spricht. Vielmehr sieht Kompany den Südkoreaner weiterhin als festen Bestandteil eines hochklassig besetzten Defensivverbunds, in dem sich jeder Spieler seine Einsatzminuten über konstante Leistungen verdienen muss

