Die Zeichen beim FC Bayern stehen immer deutlicher auf Kontinuität. Nachdem Ehrenpräsident Uli Hoeneß zuletzt öffentlich für eine Vertragsverlängerung von Max Eberl geworben hatte, hat nun auch Präsident Herbert Hainer dem Sportvorstand den Rücken gestärkt. Gleichzeitig deutet sich an, dass auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund langfristig an den Rekordmeister gebunden bleiben sollen.
Noch vor wenigen Monaten galt die Zukunft von Max Eberl als offen. Inzwischen hat sich die Stimmung innerhalb der Führungsetage jedoch spürbar verändert. Die Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown sowie die bisherigen Transfererlöse haben die Position des 52-Jährigen nachhaltig gestärkt.
Am Rande der Audi Summer Tour in Südkorea stellte Herbert Hainer klar, wie die Aussagen von Uli Hoeneß zu verstehen seien. „Ich gehe mal davon aus, dass Uli das so gemeint hat, dass wir mit der momentanen Transferperiode sehr zufrieden sind“, erklärte der Bayern-Präsident.
Nach Informationen der Abendzeitung München sind vor allem die frühzeitig abgeschlossenen Transfers sowie die bislang erzielten Einnahmen von mehr als 40 Millionen Euro innerhalb des Aufsichtsrats positiv aufgenommen worden. Genau diese Kombination aus gezielten Verstärkungen und Verkaufserlösen hatte das Kontrollgremium zuvor eingefordert.
Zwar soll es intern weiterhin einzelne kritische Stimmen geben, insgesamt hat sich Eberls Standing aber deutlich verbessert. Weitere Verkäufe von João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza, Armindo Sieb oder Hiroki Ito könnten seine Position zusätzlich stärken.
Auch Dreesen und Freund sollen bleiben

Nicht nur Eberl genießt aktuell das Vertrauen der Vereinsführung. Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, dessen Vertrag ebenfalls bis 2027 läuft, soll langfristig an Bord bleiben.
„Ich bin überzeugt davon, der Aufsichtsrat wird zu gegebener Zeit eine gute Entscheidung treffen“, sagte Hainer. „Dasselbe gilt im Übrigen auch für Herrn Dreesen, dessen Vertragsverlängerung ansteht und mit dessen Arbeit wir genauso zufrieden sind.“
Auch Sportdirektor Christoph Freund wird vereinsintern weiterhin als wichtiger Baustein der sportlichen Ausrichtung angesehen. Vor allem seine Arbeit am Bayern-Campus und bei der Verpflichtung junger Talente wird geschätzt. Gemeinsam mit Campus-Leiter Jochen Sauer und Michael Wiesinger treibt der Österreicher die Entwicklung des Nachwuchsbereichs entscheidend voran.
Max Eberl selbst reagierte auf das öffentliche Lob der Bayern-Bosse erfreut, blieb aber zurückhaltend. „Natürlich haben mich die Worte am Donnerstag sehr gefreut, da mache ich keinen Hehl draus. Man hört lieber Lob“, erklärte der Sportvorstand. Gleichzeitig betonte er, dass letztlich der Aufsichtsrat über seine Zukunft entscheiden werde.
Nach aktuellem Stand deutet jedoch vieles darauf hin, dass der FC Bayern in den kommenden Monaten auf Kontinuität setzt und die Verträge von Eberl, Dreesen und Freund verlängert.

