Erkenntnisse nach Jeju: Dieser Bayern-Youngster wird die größte Rolle spielen

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern setzt sich in seinem Testspiel bei Jeju SK in Südkorea durch. FCBinside liefert drei Erkenntnisse zur Partie.

Die Münchner verbuchten im dritten Testkick der Saison den zweiten Sieg. Das Spiel lieferte folgende Erkenntnisse:


1. Bayern gehen die Extrameile

Der Sieg gegen Jeju war ein Test unter erschwerten Bedingungen. Die Temperaturen waren drückend, Südkorea leidet gerade unter einer Hitzewelle. Besonders die hohe Luftfeuchtigkeit ist schweißtreibend, sogar schon für die Reporter auf der Tribüne. Guten Fußball kann man so kaum spielen.

Die Spieler hatten zusätzlich mit einem Rasen zu kämpfen, der laut Tom Bischof „auch nicht perfekt“ war. Die Bayern hätten es mit Blick auf die Vorbereitung auch einfacher haben können. Die Asienreise ist strapaziös. Am Mittwoch geht es für den FCB-Tross weiter in die Metropole Hongkong. Aber die Verantwortlichen haben sich bewusst für diese Tour entschieden.

Neue Märkte sollen erschlossen und die Auslandsvermarktung der Bundesliga angekurbelt werden. Das geht natürlich einher mit finanziellen Vorteilen für den deutschen Rekordmeister. Dafür gehen die Bayern die Extrameile. Andere Bundesligisten können ihre Testspiele gemütlich in der Heimat bestreiten. An der fehlenden Reisewilligkeit der Konkurrenz gab es zuletzt mehrfach deutliche Kritik aus Reihen der Bayern-Bosse. Die Münchner selbst wollen hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Für die Spieler bedeutet das zusätzliche Strapazen. Gegen den koreanischen Erstligisten Jeju SK tat man sich streckenweise nicht leicht. Am Freitag steht der nächste Test gegen Aston Villa auf dem Programm. Das ist dann Champions-League-Niveau.

„Gegen Aston Villa wird uns ein bisschen stärkerer Gegner erwarten“, meinte auch Neuzugang Nathaniel Brown nach dem Spiel.

Trotz aller Schwierigkeiten muss die Mannschaft dann den nächsten Schritt in der Vorbereitung gehen. Zwei Wochen später steht schon der Supercup in Dortmund an.

2. Bei Assomo schauen die Bayern genau hin

Die Asienreise soll auch den Talenten der Bayern die Möglichkeit geben, sich auf großer Bühne zu zeigen. Gleich zwei Spieler aus dem Campus waren die Torschützen beim 2:1-Sieg. Felipe Chavez, in der Rückrunde an den 1. FC Köln verliehen, traf zum 1:0 für die Bayern.

Das 2:1 erzielte dann Bastian Assomo. Der 16-Jährige nahm einen Pass von Verkaufskandidat Joao Palhinha fein an, machte nochmal einen Schritt und zimmerte den Ball platziert und unhaltbar in die linke Ecke. Das war ein echtes Ausrufezeichen. Bei Assomo schauen die Bayern-Verantwortlichen eh genau hin.

Der 16-Jährige kam erst letztes Jahr von Hertha BSC an den Münchner Campus. Der Mittelstürmer weiß, wo das Tor steht: In zwölf Einsätzen in der U17 sowie der Regionalliga traf er zwölf Mal. Seine Statur ist mit 1,92 Metern beeindruckend.

Jeju SK gegen FC Bayern
Foto: Getty Images

Bischof schwärmte nach dem Spiel von seinem jungen Kollegen: „Das ist schon brutal für sein Alter: Wie er die Bälle festmacht. Dann hat er einen sehr guten Abschluss, ist ein klassischer Boxspieler. Er macht seine Tore.” 

Alles gute Voraussetzungen für einen Mittelstürmer. Die Bayern suchen nach dessen kometenhaftem Aufstieg ja den nächsten Lennart Karl. Wird es Assomo? Wahrscheinlich kommt der Sprung in die Mannschaft von Vincent Kompany jetzt noch etwas zu früh für den 16-Jährigen. Aber perspektivisch ist Assomo der Schritt zu den Profis zuzutrauen.

3. Dieser Bayern-Youngster wird die größte Rolle spielen

Auch erst 18 Jahre alt ist Bara Sapoko Ndiaye. Doch der Mittelfeldspieler dürfte die größte Rolle aller Bayern-Talente in der kommenden Saison spielen. Ganz offiziell ist sein Wechsel zum FCB ja noch nicht einmal, aber Sportvorstand Max Eberl stellte in Südkorea sogar klar, dass der endgültige Vollzug des Transfers nur noch eine Frage der Zeit ist.

Deshalb konnte Bara gegen Jeju auch schon spielen und lieferte eine überzeugende Leistung ab, wofür er die FCBinside-Note 2 bekam. Der senegalesische Neu-Nationalspieler und WM-Fahrer zeigte sich entschlossen in seinen Zweikämpfen und spielte mehrere kluge Pässe. Trainer Kompany hält viel von ihm.

Nach dem Abgang von Leon Goretzka holte man für das Mittelfeldzentrum keinen Hochkaräter und ließ auch noch mit Noel Aseko ein weiteres Talent gehen. Wenn sich Bara so weiterentwickelt, wird er seine Einsatzminuten für die Bayern sammeln.

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Mit Bara haben sich die Bayern wirklich ein großes Talent geschnappt. Nicht nur im Test gegen Jeju, sondern auch schon zuvor im Training zeigte er immer wieder seine fußballerische Qualität. Zwischen ihm und den anderen Nachwuchsspielern gibt es einen sichtbaren Unterschied: Mit seinen Einsätzen in der Rückrunde unter Kompany und natürlich im Sommer bei der Weltmeisterschaft hat er den Schritt in den Erwachsenenfußball schon vollzogen. Die anstehende Saison könnte für Bara den Durchbruch bei den Bayern bedeuten.

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