Zuletzt machten Meldungen die Runde, wonach Jonas Urbig beim FC Bayern in der kommenden Saison deutlich mehr Einsatzzeit erhalten und schrittweise auf die Nachfolge von Manuel Neuer vorbereitet werden soll. Trainer Vincent Kompany hat nun erstmals öffentlich Stellung zur Torwartplanung bezogen – und ein klares Bekenntnis zum langjährigen Kapitän abgegeben.
Die Diskussion um die Zukunft im Bayern-Tor hat in den vergangenen Tagen an Fahrt aufgenommen. Hintergrund ist ein Bericht der Sport BILD, wonach Jonas Urbig in der neuen Saison nicht nur im DFB-Pokal, sondern auch in wichtigen Bundesliga- und Champions-League-Spielen zum Einsatz kommen soll. Der 22-Jährige gilt intern als designierter Nachfolger von Manuel Neuer, dessen Karriere nach aktuellem Stand im Sommer 2027 enden dürfte.
Vor dem Testspiel gegen Aston Villa machte Vincent Kompany jetzt jedoch deutlich, dass an der aktuellen Hierarchie kein Zweifel besteht.
Kompany stärkt Neuer den Rücken
„Manuel ist unsere Nummer 1. Aber wir lieben Jonas Urbig. Wir wollen weitermachen mit seiner Verbesserung und Entwicklung“, erklärte der Bayern-Coach.
Gleichzeitig unterstrich der Belgier, dass Urbig trotz seiner Rolle als Ersatzkeeper weiter gezielt aufgebaut werden soll. Der Torhüter habe bereits bewiesen, dass er auf höchstem Niveau bestehen könne.
„Er hat ein Pokalfinale gegen Stuttgart gespielt, wichtige Spiele in der Champions League absolviert. Das Ziel ist es – und das ist nicht überraschend –, dass wir ihm weiter Spielzeit geben wollen. Wann und wie, das werden wir sehen – aber zu den richtigen Momenten“, so Kompany.
Bayern verfolgt langfristigen Plan
Kompany: „Manu ist unsere Nummer 1. Aber wir lieben Jonas Urbig.“ @fcbinside_de pic.twitter.com/LY3NkzyYnu
— Sebastian Mittag (@SebMittag) August 6, 2026
Die Aussagen des Trainers decken sich mit der langfristigen Strategie der Münchner. Neuer bleibt auch in seiner vermutlich letzten Saison als Profi die klare Nummer 1. Parallel soll Urbig jedoch behutsam an größere Aufgaben herangeführt werden, um optimal auf die Zeit nach Neuer vorbereitet zu sein.
Bereits in der vergangenen Saison sammelte der 22-Jährige wertvolle Erfahrungen in wichtigen Pflichtspielen und überzeugte dabei mit souveränen Leistungen. Diese Entwicklung möchten die Verantwortlichen nun konsequent fortsetzen.
Kompany machte jedoch deutlich, dass die zusätzliche Spielzeit für Urbig keineswegs zulasten von Neuer gehen soll. Vielmehr will der FC Bayern den jungen Keeper gezielt in ausgewählten Partien einsetzen, ohne die Rollenverteilung im Tor infrage zu stellen.
Damit ist die Botschaft des Bayern-Trainers eindeutig: Neuer bleibt die unumstrittene Nummer eins, während Jonas Urbig Schritt für Schritt auf seine Zukunft als Stammkeeper des Rekordmeisters vorbereitet wird.

