Der FC Bayern arbeitet weiter an einem Verkauf von Joao Palhinha. Während Benfica Lissabon den Münchnern offenbar eine Frist gesetzt hat, könnte sich mit Newcastle United eine weitere Option auftun. Kurios: Ausgerechnet Borussia Dortmund könnte dabei indirekt zum Bayern-Helfer werden.
Dass Palhinha den deutschen Rekordmeister in diesem Sommer verlassen soll, haben die Verantwortlichen zuletzt unmissverständlich kommuniziert. Der 31-Jährige spielt in den sportlichen Planungen von Vincent Kompany keine Rolle mehr. Das Problem: Einen passenden Abnehmer zu finden, gestaltet sich bislang schwierig.
Nach Informationen von BILD-Fußballchef Christian Falk fordert der FC Bayern rund 25 Millionen Euro für den portugiesischen Nationalspieler. Hinzu kommt dessen üppiges Gehalt. Palhinha soll ein Grundgehalt von rund 8,5 Millionen Euro pro Jahr kassieren, das durch Bonuszahlungen auf bis zu zehn Millionen Euro anwachsen kann.
Genau dieses Gesamtpaket schreckt potenzielle Interessenten bislang ab.
Benfica setzt Bayern offenbar eine Frist
Als einer der heißesten Kandidaten gilt weiterhin Benfica Lissabon. Der portugiesische Topklub würde Palhinha gerne zurück in dessen Heimat holen, stößt bei den finanziellen Rahmenbedingungen aber an seine Grenzen.
Laut Falk erhöht Benfica nun den Druck auf die Bayern. Demnach haben die Verantwortlichen in Lissabon den Münchnern eine Frist bis Sonntag gesetzt. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, will sich Benfica offenbar aus dem Transferpoker zurückziehen.
Damit steht Sportvorstand Max Eberl vor einer schwierigen Abwägung. Die Bayern könnten Benfica bei ihren Forderungen entgegenkommen und damit Planungssicherheit schaffen. Gleichzeitig besteht die Hoffnung, dass sich noch ein finanzstärkerer Interessent aus der Premier League findet.
Aston Villa wird bereits seit geraumer Zeit mit Palhinha in Verbindung gebracht. Passenderweise treffen die Engländer am Freitag in Hongkong im Rahmen der Saisonvorbereitung auf den FC Bayern.
Hilft der BVB den Bayern beim Palhinha-Verkauf?

Jetzt könnte sich eine weitere Tür in England öffnen. Newcastle United sucht offenbar nach Verstärkung für das zentrale Mittelfeld. Ganz oben auf der Liste der Magpies soll derzeit allerdings Felix Nmecha von Borussia Dortmund stehen.
Sollte der BVB einen Verkauf des deutschen Nationalspielers ablehnen, müsste sich Newcastle nach Alternativen umsehen. Genau an diesem Punkt könnte Palhinha interessant werden.
Für den FC Bayern wäre ein Einstieg des Premier-League-Klubs in den Poker eine willkommene Entwicklung. Newcastle verfügt über deutlich größere finanzielle Möglichkeiten als Benfica und könnte sowohl bei der Ablösesumme als auch beim Gehalt des Portugiesen mehr Spielraum besitzen.
Noch handelt es sich allerdings um ein mögliches Szenario. Konkrete Verhandlungen zwischen Newcastle und den Bayern über Palhinha gibt es derzeit offenbar nicht.
Für Eberl läuft damit zunehmend die Zeit. Benfica drängt auf eine schnelle Entscheidung, Aston Villa bleibt eine Option und Newcastle könnte erst dann konkret werden, wenn der Nmecha-Transfer scheitert. Ausgerechnet ein Machtwort des BVB könnte den Bayern somit dabei helfen, einen ihrer prominentesten Verkaufskandidaten doch noch in die Premier League abzugeben.

