Tom Bischof gehört zu den großen Gewinnern der bisherigen Saisonvorbereitung beim FC Bayern. Der 21-Jährige soll nach dem Abschied von Leon Goretzka sportlich deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Doch auch abseits des Rasens fällt auf: Die Münchner rücken den Mittelfeldspieler auf ihrer Asienreise immer stärker ins Rampenlicht.
Für Bischof könnte der Sommer kaum besser laufen. Während zahlreiche Bayern-Stars nach der Weltmeisterschaft verspätet in die Vorbereitung eingestiegen sind oder verletzungsbedingt fehlen, konnte der Mittelfeldspieler vom ersten Trainingstag an voll mitmischen.
Diese Ausgangslage nutzt der Youngster. In den bisherigen Testspielen sammelte er viele Minuten und konnte sich Vincent Kompany für eine größere Rolle im zentralen Mittelfeld empfehlen. Nach dem Abgang von Goretzka soll Bischof künftig verstärkt auf der Sechs beziehungsweise Acht zum Einsatz kommen.
Doch nicht nur sportlich scheint sein Stellenwert zu wachsen. Während der Asienreise fiel auf, dass der FC Bayern den 21-Jährigen auch für seine Außendarstellung prominent einsetzt.
Bischof wird zum „PR-Traum“
So war unter anderem Bischofs neues Trikot mit der Rückennummer 8 Teil der Werbung für einen speziellen Flock zum Testspiel in Hongkong. Für SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger ist das kein Zufall. „Zuallererst muss man natürlich gut Fußball spielen. Aber wenn man Tom Bischof und seine Rolle sieht, kann er sich für den FC Bayern wirklich zu einem PR-Traum entwickeln“, erklärt Kumberger im Podcast Die Bayern-Woche.
Aus Sicht des Bayern-Insiders bringt Bischof vieles mit, was für eine prominente Rolle beim deutschen Rekordmeister wichtig ist. „Er spielt gut, ist telegen, ist mit der Tochter der Bayern-Legende Mehmet Scholl zusammen und so weiter – ein Glücksfall in der Außendarstellung“, so Kumberger.
Dass sich Bischof nach dem Abschied von Goretzka die prestigeträchtige Rückennummer 8 gesichert hat, passt ins Gesamtbild. Der frühere Hoffenheimer soll nicht länger nur als flexibler Lückenfüller dienen, sondern sich zu einem festen Bestandteil der Mannschaft entwickeln.
Bischof und Pavlovic als Gesichter der neuen Bayern-Generation

Mit gerade einmal 21 Jahren passt Bischof zudem perfekt zur langfristigen Strategie der Münchner. Der Rekordmeister möchte seinen vergleichsweise kleinen Profikader verstärkt mit jungen Spielern ergänzen und ihnen echte Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Neben Bischof steht dabei vor allem Aleksandar Pavlovic sinnbildlich für diesen Ansatz. „Die beiden stellen natürlich schon den neuen FC Bayern dar“, betonte Kumberger.
Dass sich die beiden Mittelfeldspieler auch persönlich gut verstehen, dürfte den Verantwortlichen zusätzlich gefallen. Gleichzeitig bleibt die Konkurrenz im Zentrum groß. Mit Joshua Kimmich und Pavlovic kämpft Bischof um Spielzeit, weitere Nachwuchskräfte drücken von hinten.
Seine Ausgangslage war dennoch selten besser. Bischof hat während der Vorbereitung einen Fitnessvorsprung, bekommt viele Einsatzminuten und wird vom Klub zunehmend als eines der Gesichter der nächsten Bayern-Generation positioniert. Nun muss der 21-Jährige vor allem auf dem Platz dafür sorgen, dass aus dem vielversprechenden Gesamtpaket dauerhaft eine tragende Rolle beim Rekordmeister wird.

