Asientour wird zum Bayern-Erfolg – doch zwei Probleme trüben die Bilanz

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern kann auf eine erfolgreiche Asienreise zurückblicken. In Südkorea und Hongkong erlebten die Münchner eine enorme Begeisterung und präsentierten sich ihren Fans vor Ort. Zwei Wermutstropfen gab es aber.

Die Audi Summer Tour des FC Bayern ist beendet – und aus Sicht des deutschen Rekordmeisters fällt die Bilanz grundsätzlich positiv aus. FCBinside hat die Mannschaft während der Reise begleitet und vor Ort erlebt, welchen Stellenwert die Münchner in Asien genießen.


Sowohl in Südkorea als auch in Hongkong war die Begeisterung rund um den FC Bayern groß. Die Organisation der Reise funktionierte reibungslos, gleichzeitig nutzte der Klub die zahlreichen Termine, um den Kontakt zu seiner internationalen Fanbasis weiter auszubauen.

Besonders deutlich wurde die Strahlkraft der Bayern bei den öffentlichen Terminen. Bei Fan-Events und Trainingseinheiten waren zahlreiche Anhänger dabei. Zu den absoluten Publikumslieblingen gehörten vor allem Minjae Kim, Manuel Neuer und Luis Diaz.

Hunderte Bayern-Fans warten auf die Stars

Wie groß die Begeisterung ist, zeigte sich beispielsweise bei einem Fan-Event in einem Adidas-Store in Hongkong. Bereits gegen 9.30 Uhr am Morgen warteten dort Hunderte Anhänger auf die Bayern-Stars, um ihre Idole aus nächster Nähe zu sehen und sich Autogramme zu sichern.

Die Nähe zu den Fans zeichnete die Bayern aus: Auch andere internationale Topklubs waren zeitgleich oder zuvor in Hongkong unterwegs, etwa der FC Chelsea, Aston Villa oder Juventus – doch nur die FCB-Stars nahmen sich nach jeder Trainingseinheit und bei allen Fan-Events so ausgiebig Zeit für Autogramme und Selfies mit den Fans.

Auch wirtschaftlich war die Reise für den FC Bayern ein Erfolg. Die Trikots mit den Sonderflocks für Südkorea und Hongkong waren ein Verkaufsschlager und schnell ausverkauft. Gerade solche Touren sind für die Münchner ein wichtiger Bestandteil ihrer Internationalisierungsstrategie. Der Klub will seine Reichweite außerhalb Deutschlands ausbauen und insbesondere in wichtigen Märkten wie Asien dauerhaft präsent sein.

Ganz ohne Wermutstropfen verlief die Reise allerdings nicht. Auffällig war, dass beide Testspiele nicht ausverkauft waren. Das galt sowohl für die Partie gegen Jeju SK in Südkorea als auch für das Duell mit Aston Villa in Hongkong.

Auch wenn 38.000 verkaufte Tickets für ein Vorbereitungsspiel wie in Hongkong grundsätzlich eine beachtliche Zahl sind, hat der FC Bayern einen anderen Anspruch. Die Münchner sind es aus Deutschland gewohnt, ihre Spiele regelmäßig vor ausverkauften Rängen auszutragen. 50.000 Fans hätten in den Kai Tak Sports Park gepasst. Angesichts der großen Begeisterung abseits der Partien fällt deshalb auf, dass dieser Effekt bei den beiden Spielen nicht vollständig auf die Stadien übertragen werden konnte. Was auch an den örtlichen Promotern gelegen haben mag.

Probleme beim Stream

Der zweite negative Punkt betraf ausgerechnet die Fans, die die Reise aus Deutschland verfolgten. Beim Testspiel gegen Aston Villa kam es bei der kostenpflichtigen Übertragung auf FC Bayern TV PLUS zu erheblichen technischen Problemen.

Kurz vor dem Anpfiff teilte der Verein mit: „Aufgrund technischer Probleme vor Ort können wir aktuell keinen Livestream vom Audi Football Summit des FC Bayern gegen Aston Villa anbieten. Wir bitten dies zu entschuldigen.“

Zunächst gab es überhaupt kein Bild. Wenige Minuten nach dem Anpfiff stellte der FC Bayern schließlich eine „vorübergehende Ersatzlösung“ bereit. Doch auch anschließend lief die Übertragung nicht störungsfrei. Der Stream ruckelte immer wieder, zudem war die Bildqualität teilweise deutlich eingeschränkt. Auf Anfrage von FCBinside erklärte der Verein: „Wir hatten in den ersten fünf Spielminuten kein Bild, weil es technische Probleme bei einem Dienstleister gab.“

Besonders bitter war die Panne, weil FC Bayern TV PLUS ein kostenpflichtiges Angebot ist. In den sozialen Netzwerken machten zahlreiche Anhänger deshalb ihrem Ärger Luft.

An der insgesamt positiven Bilanz der Asientour ändern die beiden Probleme allerdings wenig. Vor Ort präsentierte sich der FC Bayern als international gefragter Klub und wurde von den Fans begeistert empfangen. An zwei Stellen bestand aber noch Luft nach oben: bei der Auslastung der Stadien – und bei einer zuverlässigen Übertragung für die vielen Fans, die nicht mit nach Asien reisen konnten.

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