Harry Kane hat in der vergangenen Saison eine Torquote erreicht, die selbst den Bayern-Star ins Staunen versetzt. Insgesamt 73 Treffer gelangen dem Engländer für den FC Bayern und die Nationalmannschaft. Damit bewegt sich der 33-Jährige in statistischen Regionen, die über viele Jahre vor allem Lionel Messi und Cristiano Ronaldo vorbehalten waren.
Besonders bemerkenswert: Selbst Ronaldo kam in seiner torreichsten Saison nicht auf diese Marke. Der Portugiese erzielte in seiner besten Spielzeit 69 Treffer. Lediglich Messi übertraf Kanes Ausbeute. Der Argentinier kam 2011/12 auf unglaubliche 82 Tore.
Für Kane ist es deshalb etwas Besonderes, seinen Namen plötzlich in einem Atemzug mit den beiden Superstars zu hören. „Ich bin damit aufgewachsen, Messi und Ronaldo zuzusehen, in einer Ära, in der sie einfach alles dominierten“, erklärte der Bayern-Torjäger im Interview mit TNT Sports.
Über viele Jahre hinweg beobachtete Kane selbst, wie Messi und Ronaldo nahezu im Wochentakt neue Bestmarken aufstellten. Dass er nun zumindest in einer Torstatistik selbst zwischen den beiden auftaucht, fällt ihm offenbar noch immer schwer zu begreifen.
Kane lässt Ronaldo hinter sich
Mit seinen 73 Treffern hat Kane eine außergewöhnliche Saison hinter sich. Dabei profitierte seine Bilanz nicht nur von seinen Toren für den FC Bayern, sondern auch von seinen Treffern im Trikot der englischen Nationalmannschaft.
Der Vergleich mit Messi und Ronaldo besitzt für Kane dennoch eine besondere Bedeutung. Beide prägten seine Generation wie kaum zwei andere Spieler.
„Diese Zahlen fand ich damals einfach absurd, und das sind sie auch. Sie sind die beiden Größten unserer Generation und wohl auch aller Zeiten“, sagte Kane.
Umso bemerkenswerter ist aus seiner Sicht, dass er selbst eine Saison hingelegt hat, die zumindest hinsichtlich der reinen Torausbeute mit den besten Jahren der beiden Weltstars mithalten kann.
Ronaldo übertraf in seiner Karriere zwar mehrfach die Marke von 60 Toren innerhalb einer Saison, seine persönliche Bestmarke von 69 Treffern liegt aber unter Kanes Ausbeute aus der vergangenen Spielzeit.
„Bin selbst ziemlich beeindruckt“

Normalerweise ist Kane nicht dafür bekannt, seine persönlichen Statistiken besonders offensiv hervorzuheben. Bei dieser Zahl konnte aber selbst der Bayern-Stürmer seinen Stolz nicht verbergen. „Deshalb bin ich selbst von meinen 73 Toren ziemlich beeindruckt“, erklärte der Engländer.
Ausruhen möchte sich Kane auf dieser außergewöhnlichen Bilanz allerdings nicht. Der Torjäger hat bereits deutlich gemacht, dass er sich trotz seines Alters weiter verbessern und möglichst lange auf höchstem Niveau spielen möchte.
Vor allem ein großer internationaler Titel mit dem FC Bayern steht weiterhin auf seiner persönlichen Wunschliste. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain in der vergangenen Champions-League-Saison wollen Kane und die Münchner diesmal den nächsten Schritt machen.
Am Donnerstag beginnt gegen Bodø/Glimt der neue Anlauf auf den Henkelpott. Für Kane bietet die neue Saison gleichzeitig die Gelegenheit, zu zeigen, dass seine historische 73-Tore-Ausbeute kein einmaliger Ausreißer war.
Messis Rekord von 82 Treffern bleibt dabei eine außergewöhnlich hohe Messlatte. Dass Kane überhaupt in die Nähe einer solchen Marke gekommen ist und sogar Ronaldos persönliche Bestleistung übertroffen hat, zeigt jedoch, welche Dimensionen seine vergangene Saison erreicht hat.

