Kein Grund zur Bayern-Panik: Doch an dieser Sache muss Kompany arbeiten

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Das 0:0 beim FC Schalke 04 hat dem FC Bayern gleich zwei beeindruckende Serien gekostet. Erstmals seit 58 Pflichtspielen blieb der deutsche Rekordmeister ohne eigenen Treffer. Gleichzeitig verloren die Münchner erstmals seit September 2024 wieder die Tabellenführung in der Bundesliga. Grund zur Panik sieht man an der Säbener Straße deshalb allerdings nicht.

Denn auch wenn das Ergebnis enttäuschend war, stimmte die Leistung über weite Strecken. Die Mannschaft von Vincent Kompany kontrollierte die Partie, eroberte viele Bälle früh zurück und erspielte sich ausreichend Möglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden.


Das Problem lag vielmehr im letzten Drittel. „Wenn ich es jetzt ganz plump sagen kann: Wir haben heute kein Tor geschossen“, fasste Sportvorstand Max Eberl die Partie zusammen. „Die Chancen waren da.“

Tatsächlich vergaben die Münchner mehrere gute Gelegenheiten. Vor allem Luis Díaz ließ zweimal relativ frei vor dem Tor die mögliche Führung liegen.

„Wir haben es im Strafraum zu kompliziert gemacht“

Nach dem offensiven Feuerwerk beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart zum Bundesliga-Auftakt fehlte den Bayern auf Schalke die letzte Konsequenz. In einigen Situationen wollten es die Münchner offenbar zu schön machen.

„Wir haben es im Strafraum zu kompliziert gemacht“, räumte Eberl ein.

Dass Harry Kane und Michael Olise zunächst nur auf der Bank saßen, spielte dabei ebenfalls eine Rolle. Kompany hatte sich angesichts der hohen Belastung bewusst für eine Rotation entschieden. Beide Superstars kamen nach der Pause ins Spiel, konnten den entscheidenden Treffer aber ebenfalls nicht erzwingen.

Grundsätzlich funktionierte Bayerns Spielidee auch mit der veränderten Mannschaft. Besonders das aggressive Gegenpressing bereitete Schalke große Probleme. Trainer Miron Muslic zeigte sich nach der Partie beeindruckt von der Intensität des Rekordmeisters.

„Für mich waren die gefährlichsten Momente, als wir den Ball erobert haben, weil sie unfassbar sind im Gegenpressing. Da fressen sie Mannschaften auf.“

Bemerkenswert: Eine ganz ähnliche Beobachtung hatte wenige Tage zuvor bereits Osnabrücks Trainer Timo Schultz nach dem Pokalduell mit den Bayern gemacht.

„Die gefährlichsten Situationen sind gar nicht mal dann, wenn du geordnet verteidigen kannst, sondern dann, wenn du den Ball gewinnst und selbst eigentlich was kreieren möchtest.“

Bayern muss vor allem vor dem Tor nachlegen

Luis Diaz
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Das zeigt, dass Kompanys grundlegende Spielidee auch zu Beginn der neuen Saison funktioniert. Die Münchner schaffen es weiterhin, Gegner unter Druck zu setzen, Ballverluste schnell zu korrigieren und sich über lange Phasen in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.

Was auf Schalke fehlte, war die Effizienz. Ballbesitz, Kontrolle und herausgespielte Chancen helfen am Ende nur bedingt, wenn der Ball nicht im Tor landet.

Für Bayern dürfte die Nullnummer deshalb weniger ein grundsätzliches Warnsignal als vielmehr ein klarer Arbeitsauftrag sein. Gerade vor dem gegnerischen Tor müssen die Münchner wieder konsequenter und geradliniger werden.

Viel Zeit bleibt dafür nicht. Bereits am Donnerstag steht in der Champions League gegen Bodø/Glimt die nächste Aufgabe an. Dann soll aus der vorhandenen Kontrolle auch wieder das entstehen, was auf Schalke als Einziges fehlte: Tore.

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