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„Sehr, sehr teuer“: Eberl schlägt nach Bayern-Verletzungsdrama Alarm

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern hat beim 2:2 gegen Borussia Dortmund nicht nur zwei wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen verloren. Viel schwerer wiegen die personellen Rückschläge, die der deutsche Rekordmeister im Bundesliga-Klassiker hinnehmen musste. Gleich drei Offensivstars verletzten sich gegen den BVB. 

Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise mussten gegen Dortmund allesamt angeschlagen ausgewechselt werden. Besonders bei Saibari und Gnabry deutete sich sofort eine längere Zwangspause an. Bei Olise besteht zumindest noch Hoffnung auf eine weniger schwere Verletzung.

Die Situation ist ohnehin angespannt. Mit Jamal Musiala und Luis Díaz fehlen bereits zwei wichtige Offensivspieler. Mittlerweile liegen auch die Diagnosen bei Saibari und Gnabry vor und verheißen nichts Gutes. Der Marokkaner hat sich einen Syndesmosebandriss zugezogen und wird lange ausfallen, bei Gnabry wurde eine Muskelverletzung im Oberschenkel diagnostiziert.

Bayern droht ein 403-Millionen-Euro-Lazarett

Besonders deutlich wird das Ausmaß der Verletzungsmisere beim Blick auf die Marktwerte. Musiala wird aktuell auf 80 Millionen Euro taxiert, Díaz auf 70 Millionen Euro. Hinzu kommen Saibari mit 55 Millionen Euro und Gnabry mit 18 Millionen Euro.

Sollte auch Olise mit seinem geschätzten Marktwert von 180 Millionen Euro ausfallen, würde sich der Gesamtwert der fünf verletzten Offensivspieler auf 403 Millionen Euro summieren. Bei ihm liegt nach aktuellem Stand noch keine Diagnose vor.

Sportvorstand Max Eberl zeigte sich nach dem Dortmund-Spiel entsprechend besorgt. „Es war sehr, sehr teuer, was wir heute erlebt haben. Momentan fühlt sich schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert“, erklärte der 53-Jährige.

Vor allem bei Saibari und Gnabry rechnete der Bayern-Boss direkt nach dem Spiel schon mit schlechten Nachrichten. „Beide Verletzungen sind doch etwas größer, ohne dass ich jetzt die Diagnose abgeben kann, aber es sieht beides größer aus.“

Bei Olise war die Hoffnung dagegen etwas größer. Eberl erklärte: „Bei Olise glauben wir jetzt momentan zu spüren, dass es nicht so schlimm ist, aber das kann man kurz nach so Spielen mit dem Adrenalin auch relativ schwer sagen.“

Danks muss gegen Atlético improvisieren

Aaron Danks
IMAGO / DeFodi Images

Auch Interimstrainer Aaron Danks konnte unmittelbar nach dem Abpfiff keine Entwarnung geben. „Es ist noch sehr früh, um den Schweregrad der Verletzungen zu beurteilen. Saibaris Knöchelverletzung sieht ziemlich ernst aus. Bei Serge Gnabry scheint es sich um eine Muskelverletzung zu handeln, aber ich warte noch auf weitere Informationen.“ Diese liegen nun vor und sind ein Schock für den Rekordmeister.

Besonders problematisch ist der Zeitpunkt der Verletzungen. Bereits am Dienstag gastiert der FC Bayern in der Champions League bei Atlético Madrid.

Eine Möglichkeit wäre, Alphonso Davies erneut auf dem linken Flügel einzusetzen. Auch Nathaniel Brown und Tom Bischof könnten auf offensiveren Positionen aushelfen.

Für Danks steht allerdings zunächst die Gesundheit seiner Spieler im Vordergrund. „Das Wichtigste ist jetzt aber, dass die Jungs so schnell wie möglich wieder gesund werden und wir die übrigen Spieler fit und gesund für unser nächstes Spiel am Dienstag bekommen.“

Die Münchner stehen vor einer enormen personellen Herausforderung. Ausgerechnet vor dem Champions-League-Kracher gegen Atlético droht dem Rekordmeister damit ein Offensiv-Engpass historischen Ausmaßes.

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