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IMAGO / Sven Simon

Nach Kritik an Kane: Bayern-Boss Eberl rechnet mit Hamann ab

Von Manuel Behlert · · 3 Min Lesezeit

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Die Vertragsverlängerung von Harry Kane beim FC Bayern sorgt weiterhin für Diskussionen. Während die Münchner die langfristige Bindung des amtierenden Ballon-d’Or-Gewinners als großen Erfolg feiern, hatte Sky-Experte Dietmar Hamann zuletzt deutliche Zweifel an dem Millionen-Deal geäußert. Nun hat Sportvorstand Max Eberl zum Gegenschlag ausgeholt.

Hamann hatte die Verlängerung des 33-jährigen Engländers bis 2029 als „erhebliches Risiko“ bezeichnet. Vor allem das fortgeschrittene Alter des Stürmers und dessen üppiges Gehalt bereiten dem ehemaligen Bayern-Profi Sorgen. Berichten zufolge kassiert Kane künftig mehr als 30 Millionen Euro brutto pro Jahr inklusive Bonuszahlungen.

Diese Kritik kann Eberl überhaupt nicht nachvollziehen. Rund um den 2:1-Auswärtssieg der Bayern gegen Mainz 05 reagierte der 53-Jährige mit deutlichen Worten auf die Aussagen des Sky-Experten. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, was er von Hamanns Einschätzung hält.

„Didi ist dann leider oft dabei“

„Ich weiß, die Bayern-Fans haben sich alle sehr gefreut, ich glaube, die deutschen Fans auch. Und dementsprechend ist es leider so: In Deutschland gibt es immer einen, der in die Suppe spucken muss. Und Didi ist dann bedauerlicherweise oft dabei“, erklärte Eberl.

Mit dieser Aussage machte der Sportvorstand deutlich, wie sehr ihn die öffentliche Kritik an der Vertragsverlängerung stört.

Für Eberl ist es vielmehr ein positives Signal, dass einer der besten Fußballer der Welt langfristig in der Bundesliga bleibt.

„Ich finde, wenn wir den Weltfußballer in der Bundesliga haben und er in einer ausgezeichneten Form ist, in der Blüte seiner Karriere, dann ist das, finde ich, ein großes Zeichen für die Bundesliga“, betonte der Bayern-Boss.

Hamann hatte zuvor argumentiert, dass die Münchner nach Kanes Ballon-d’Or-Triumph praktisch keine andere Wahl gehabt hätten, als den Vertrag zu verlängern. „Die Bayern konnten fast nicht anders, als zu verlängern. Er wollte bleiben und gewinnt nun den Ballon d’Or. Es wäre ein Zeichen gewesen, wenn er diese Auszeichnung gewinnt und sie ihn trotzdem hätten gehen lassen“, erklärte der 53-Jährige.

Bayern-Bosse stehen geschlossen hinter Kane

Harry Kane
Getty Images

Besonders kritisch bewertet Hamann die langfristige finanzielle Verpflichtung. „Ob er in den nächsten drei Jahren weiterhin so viele Tore schießen wird, bleibt abzuwarten. Es ist ein gewisses Risiko“, warnte der ehemalige Nationalspieler.

Bei den Bayern sieht man die Situation allerdings grundlegend anders.

Bereits Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte nach der Vertragsverlängerung eingeräumt, dass sich der Rekordmeister finanziell gestreckt habe, um Kane langfristig zu halten.

Gleichzeitig betonte Dreesen das große Vertrauen der Verantwortlichen in den englischen Nationalmannschaftskapitän.

Auch sportlich gibt es derzeit kaum Argumente gegen eine weitere Zusammenarbeit. Kane gehört weiterhin zu den wichtigsten Leistungsträgern der Münchner und überzeugt nicht nur als Torjäger, sondern zunehmend auch als Vorbereiter.

Beim jüngsten 2:1-Erfolg in Mainz bereitete der Engländer beide Bayern-Treffer vor und stellte mit acht Assists nach neun Bundesliga-Spieltagen sogar einen neuen Rekord auf.

Zwar wartet Kane seit seiner Auszeichnung mit dem Ballon d’Or auf einen eigenen Treffer, seine Bedeutung für das Offensivspiel des Rekordmeisters bleibt jedoch unbestritten.

Für Eberl steht deshalb fest, dass die Vertragsverlängerung ein wichtiger Schritt für die sportliche Zukunft der Bayern ist.

Mit seiner deutlichen Reaktion auf Hamann hat der Sportvorstand zugleich klargemacht, dass er die anhaltenden Diskussionen um den neuen Kane-Vertrag für völlig überzogen hält.

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