Michael Olise liefert bei der WM 2026 ab – und schiebt damit seinen Marktwert nach oben. Marktwert-Experten von transfermarkt.de erklären nun, wo beim Bayern-Star die Schallmauer liegt und welche Summe der Rekordmeister möglichen Interessenten entgegenhalten könnte.
Nach dem Turnier veröffentlicht das Fachportal seine aktualisierten Bewertungen – und bei kaum einem Profi blicken die Experten so genau hin wie bei Olise. Tobias Kröger und Christian Schwarz haben im Gespräch mit der tz eingeordnet, wie weit es beim Franzosen tatsächlich nach oben gehen kann.
Olise gehört schon jetzt zu den wenigen Spielern, bei denen die Bewerter weiteres Potenzial sehen. „Da kann es für die Transfermarkt-User gefühlt nicht hoch genug gehen“, sagt Schwarz. „Wenn man von den wertvollsten Spielern der Welt ausgeht, ist er schon einer derjenigen, bei denen noch etwas nach oben geht.“ Zum Vergleich: Erling Haaland und Lamine Yamal stehen bereits bei 200 Millionen Euro.
200 Millionen als Schallmauer – im Optimalfall
Genau diese Marke nennt Kröger auch als absolute Obergrenze: „Bei 200 Millionen. Es gibt aktuell keine Anzeichen, dass man bei irgendeinem Spieler drüber geht. Aber wenn alles optimal läuft, kann es in diesen Bereich gehen“, so der Marktwertverantwortliche. Würde Olise im Finale treffen, hätte er demnach sogar große Chancen auf den Ballon d’Or.
Für den FC Bayern bedeutet die Entwicklung vor allem eine stärkere Verhandlungsposition. „Prinzipiell kann Bayern zu Interessenten jetzt schon sagen: 300 Millionen – oder er bleibt“, sagt Schwarz. Eine Summe, die jeden potenziellen Angreifer abschrecken dürfte. Hinzu kommt: Im Transferupdate nach der WM am 22. Juli soll es laut Kröger ausschließlich Aufwertungen geben, altersbedingte Abwertungen seien nicht vorgesehen – ein Punkt, der vor allem jungen Stars zugutekommt.
Bayern hat das Grundgerüst früh gesichert
Auch abseits von Olise spielt dem FC Bayern die Marktentwicklung in die Karten. Mit Ismael Saibari und Nathaniel Brown wurden sich die Münchner bereits vor dem Turnier einig – ein cleverer Schachzug, findet Kröger: „Gerade bei Saibari wäre das Risiko ansonsten bei jedem Tor größer geworden, dass a) sein Marktwert steigt und b) neue Interessenten aufkommen.“ Auch bei Brown habe man den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Von echten Schnäppchen will der Experte mit Blick auf zweimal rund 50 Millionen Euro aber nicht sprechen. Andere Klubs gingen dagegen stärker ins Risiko – mit der Gefahr, sich zu verzocken. Als Mahnmal nennt Kröger James Rodriguez, der nach der WM 2014 für 75 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte und seine Turnierform nie wieder erreichte.

