Torwart-Hammer beim FC Bayern? Effenberg fordert Urbig als Nummer 1

Sebastian Mittag
Foto: Getty Images

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Stefan Effenberg zieht nach dem deutschen WM-Aus eine klare Konsequenz. Jonas Urbig, eigentlich die Nummer zwei beim FC Bayern, soll für den Ex-Profi die neue deutsche Nummer eins werden.

Das frühe Scheitern der Nationalmannschaft bei der WM in Kanada, den USA und Mexiko hat eine Personaldebatte ausgelöst – und die führt direkt an die Säbener Straße. In seiner Kolumne bei t-online macht Stefan Effenberg deutlich, wen er künftig im DFB-Tor sehen will.


“Beim nächsten Länderspiel muss Jonas Urbig vom FC Bayern als neue deutsche Nummer eins im Tor stehen”, schrieb der 57-Jährige. Für ihn ist nach dem Turnier ein Schnitt überfällig: “Das Kapitel Manuel Neuer beim DFB sollte jetzt endgültig geschlossen sein, aber auch eine Rückkehr zum 36-jährigen Oliver Baumann macht für mich langfristig keinen Sinn.”

Seine Forderung knüpft Effenberg allerdings an eine Bedingung. “Jetzt muss Urbig ran – wenn er seine starken Leistungen aus der vergangenen Saison beim FC Bayern bestätigt und vermehrt Spielzeit neben Neuer bekommt”, betonte er.

Urbig bleibt beim FC Bayern vorerst die Nummer zwei

Genau hier liegt für den 22-Jährigen die Hürde. Beim deutschen Rekordmeister wird Urbig auch in der kommenden Saison die Backup-Rolle einnehmen – es ist voraussichtlich die letzte Spielzeit von Manuel Neuer vor dessen Karriereende. Reichlich Einsatzzeit neben dem etablierten Stammkeeper ist damit zunächst nicht garantiert.

Etwas Turnierluft durfte Urbig in Nordamerika dennoch schnuppern. Offizieller Teil des WM-Kaders war er zwar nicht, reiste aber als sogenannter Trainingskeeper mit der DFB-Delegation mit.

Neuers DFB-Rücktritt ist bereits offiziell

Dass für Neuer im Nationaltor Schluss ist, steht derweil fest. Den erneuten Rücktritt bestätigte der 40-Jährige nach dem bitteren Aus im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Paraguay in der ARD. Schon nach der Heim-EM 2024 hatte Neuer seine DFB-Laufbahn eigentlich beendet, kehrte zur WM jedoch mit einem nicht unumstrittenen Comeback zurück.

Stefan Effenberg
Foto: IMAGO

Baumann, in der Qualifikation noch Stammkeeper, musste dafür wieder ins zweite Glied. Den erhofften Effekt brachte der späte Torwartwechsel nicht. Die Niederlage gegen Paraguay war Neuers 128. Länderspiel – in der ewigen DFB-Liste liegt der Weltmeister von 2014 damit auf Rang fünf hinter Lothar Matthäus (150), Miroslav Klose (137), Thomas Müller (131) und Lukas Podolski (130).

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