Bryan Zaragoza fehlt auch im Trainingslager des FC Bayern am Tegernsee. Der Spanier arbeitet nach wie vor individuell an seinem Comeback – eine Entwicklung, die den Münchnern im Transferpoker zunehmend Sorgen bereiten dürfte.
Während Vincent Kompany mit seinem Kader am Tegernsee die Vorbereitung auf die neue Saison fortsetzt, sucht man einen Spieler vergeblich: Bryan Zaragoza. Der spanische Offensivspieler ist nicht mit ins Trainingslager gereist und absolviert stattdessen weiterhin sein Reha-Programm an der Säbener Straße.
Wie die BILD berichtet, laboriert der 24-Jährige noch immer an einer Knieentzündung und kann deshalb nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Für den FC Bayern kommt diese Entwicklung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Verletzung erschwert Verkauf zusätzlich
Zaragoza gehört seit Wochen zu den klaren Verkaufskandidaten des Rekordmeisters. Das stellte Bayern-Sportvorstand Max Eberl am Mittwoch bei der Vorstellung von Neuzugang Nathaniel Brown eindeutig klar: „Wir haben drei Spieler, bei denen wir bereit sind, sie ziehen zu lassen. Sie haben beim FC Bayern keine Zukunft. Wenn sie bei uns bleiben wollen, wird es schwierig, denn wir planen nicht mit ihnen. Dann werden sie keine Rolle spielen. Das gilt für Sacha Boey, Joao Palhinha und Bryan Zaragoza.“
Der Offensivspieler möchte möglichst nach Spanien zurückkehren, zuletzt wurden unter anderem Espanyol Barcelona und der FC Sevilla als mögliche Interessenten gehandelt. Konkrete Verhandlungen sollen bislang allerdings noch nicht stattgefunden haben.
Die erneute Verletzungspause dürfte die Situation nun zusätzlich erschweren. Potenzielle Käufer werden genau beobachten, wann Zaragoza wieder vollständig einsatzfähig ist. Solange diese Frage offen bleibt, dürfte es für den FC Bayern noch schwieriger werden, einen Verein zu finden, der bereit ist, die Ablösevorstellungen der Münchner zu erfüllen.
Für Sportvorstand Max Eberl ist das ein weiteres Problem auf einer ohnehin komplizierten Transferbaustelle. Neben Joao Palhinha und Sacha Boey zählt auch Zaragoza zu den Spielern, die den Verein möglichst noch in diesem Sommer verlassen sollen.
Der Spanier war einst für insgesamt rund 18 Millionen Euro aus Granada nach München gewechselt, konnte sich beim FC Bayern jedoch nie nachhaltig durchsetzen. Jetzt droht sich der Verkauf weiter zu verzögern. Sollte Zaragoza seine Knieprobleme nicht zeitnah überwinden, könnten die Chancen auf einen lukrativen Transfer weiter sinken – und die Münchner müssten womöglich erneut finanzielle Abstriche hinnehmen.

