Nach zweitem Kreuzbandriss: Oberdorf ist zurück im Bayern-Teamtraining

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Lena Oberdorf ist ihrem Comeback beim FC Bayern einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Nach ihrem zweiten Kreuzbandriss hat die 24-Jährige das komplette Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Bei ihrer Rückkehr möchte die deutsche Nationalspielerin allerdings keinerlei Risiko eingehen.

Hinter Lena Oberdorf liegt erneut eine lange Leidenszeit. Nachdem die Mittelfeldspielerin bereits einen Kreuzbandriss überstanden hatte, folgte im Oktober der nächste schwere Rückschlag. Seither arbeitete die 24-Jährige intensiv an ihrer Rückkehr.


Inzwischen gibt es erfreuliche Nachrichten. Oberdorf kann wieder vollständig mit ihren Teamkolleginnen trainieren und damit den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zurück in den Spielbetrieb machen.

„Das macht sehr viel Spaß. Eine Grätsche habe ich aber noch nicht ausgepackt, weil alles noch ein bisschen mit Augenmaß gespielt wird“, erklärte Oberdorf im Interview mit dem Münchner Merkur.

Vor allem die Rückkehr in den normalen Trainingsalltag genießt die Nationalspielerin: „Aber es ist unheimlich schön, wieder ganz normal bei der Mannschaft zu sein.“

Oberdorf will bei ihrem Comeback nichts überstürzen

Wann Oberdorf tatsächlich wieder in einem Pflichtspiel für die Bayern auf dem Platz stehen wird, ist noch offen. Einen konkreten Termin möchte sich die Mittelfeldspielerin bewusst nicht setzen.

„Ich komme jeden Tag zum Training und mache das, was mit mir abgestimmt wird. Das ist auch gut so, dann mache ich mir keinen Stress und die Entscheidungen werden zusammen mit Menschen getroffen, die sich sehr gut damit auskennen“, betonte sie.

Damit verfolgt Oberdorf gemeinsam mit den Verantwortlichen einen klaren Plan: Belastung und Intensität sollen Schritt für Schritt gesteigert werden. Nach der langen Verletzungspause steht nicht eine möglichst schnelle, sondern eine nachhaltige Rückkehr im Mittelpunkt.

Das erste Pflichtspiel der neuen Saison bestreiten die Doublegewinnerinnen bereits am 15. August. Im Supercup trifft der FC Bayern auf den VfL Wolfsburg. Ob Oberdorf gegen ihren ehemaligen Klub bereits zum Kader gehören wird, ist derzeit noch ungewiss.

„Ich will verletzungsfrei bleiben und Spaß haben“

Lena Oberdorf
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Auch bei ihren persönlichen Zielen für die neue Saison schlägt Oberdorf bewusst zurückhaltende Töne an. Nach zwei schweren Knieverletzungen steht für sie nicht eine bestimmte Anzahl an Spielen oder Titeln an erster Stelle.

„Ich will verletzungsfrei bleiben und Spaß haben. Ich will mich nicht so unter Druck setzen und einfach das Fußballspielen wieder genießen“, erklärte die 24-Jährige.

Gleichzeitig hat die lange Rehabilitationsphase ihre Sicht auf das Spiel verändert. Oberdorf beschreibt sich inzwischen als reifer und bewusster in ihren Entscheidungen auf dem Platz.

„Ich bin nicht mehr so naiv, nicht zuletzt mit Blick auf meine Entscheidungen auf dem Platz. Welchen Zweikampf muss ich jetzt wirklich bestreiten? Wo muss ich wirklich ran und wo kann ich ruhiger agieren?“

Gerade für eine Spielerin, deren Spiel über Jahre von Intensität, Zweikampfhärte und kompromisslosem Einsatz geprägt war, könnte diese neue Herangehensweise von großer Bedeutung sein. Der wichtigste Schritt ist ohnehin geschafft: Oberdorf steht wieder mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Nun soll sie mit dem nötigen „Augenmaß“ auch den letzten Schritt zurück in den Pflichtspielbetrieb meistern.

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