Der FC Bayern verändert vor dem Champions-League-Spiel in Stavanger seinen gewohnten Ablauf. Max Eberl erklärt die Sondermaßnahme.
Der FC Bayern weicht vor dem Champions-League-Auswärtsspiel bei Viking Stavanger von seinem üblichen Ablauf ab. Statt das Abschlusstraining wie gewohnt an der Säbener Straße zu absolvieren, findet die letzte Einheit diesmal direkt in Norwegen statt.
Der Grund dafür ist der Kunstrasen im Viking Stadion. Die Bayern wollen sich vor dem Spiel möglichst früh an die ungewohnten Bedingungen gewöhnen und reisen deshalb eher nach Stavanger als bei vergleichbaren Champions-League-Auswärtsspielen.
Sportvorstand Max Eberl erklärte vor dem Abflug, warum die Münchner diesmal bewusst von ihrer normalen Routine abweichen: „Der Kunstrasen ist ein wichtiger Grund dafür, dass wir unser letztes Training in Stavanger absolvieren. Normalerweise spielt man zu 99 Prozent auf Naturrasenplätzen. Ich will damit nicht sagen, dass es ein anderes Spiel ist, aber die Bedingungen sind sicherlich anders als auf normalen Plätzen. Daher ist es für uns nur logisch, dorthin zu fliegen und unser letztes Training dort abzuhalten.“
Damit bestätigt Eberl noch einmal die Bedeutung, die der ungewohnte Untergrund in den Bayern-Planungen einnimmt. Bereits Vincent Kompany hatte vor der Reise deutlich gemacht, dass der Kunstrasen die Vorbereitung beeinflusst.
Bayern wollen sich früh an die Bedingungen gewöhnen
Kompany hatte dabei sogar verraten, wie ungewöhnlich die Situation für ihn persönlich ist. „Ich habe in 20 Jahren meiner Karriere nie auf Kunstrasen gespielt. Deshalb ist es besser, dort einmal zu trainieren und zu wissen, welche Schuhe man tragen muss“, erklärte der Bayern-Coach.
Genau deshalb wollen die Münchner diesmal nichts dem Zufall überlassen. Für Viking Stavanger gehört der Kunstrasen zum Alltag, während die Bayern ihre Pflichtspiele nahezu ausschließlich auf Naturrasen bestreiten.
Kompany erhofft sich durch die zusätzliche Einheit vor Ort vor allem praktische Erkenntnisse. Der Ball kann sich auf Kunstrasen anders verhalten, zudem spielt auch das richtige Schuhwerk eine Rolle. Der Belgier hatte deshalb bereits angekündigt: „Wir wollen so viele Informationen vor dem Spiel in Norwegen bekommen wie möglich“.
Für Bayern geht es in Stavanger zudem darum, nach dem enttäuschenden 2:2 in Augsburg wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Nach dem Punktverlust in der Bundesliga wartet nun direkt die nächste Aufgabe in der Champions League.
Trotz der ungewöhnlichen Vorbereitung will Kompany die äußeren Bedingungen aber nicht als Ausrede gelten lassen. Seine Botschaft vor der Partie war klar: „Egal ob es in Amerika oder in Norwegen ist, egal ob die Sonne scheint oder nicht: Das ist egal. Wir wollen überall Bayern sein.“
Mit der Planänderung sorgen die Münchner nun zumindest dafür, dass der Kunstrasen beim Anpfiff kein völlig unbekannter Faktor mehr ist.

