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Stellt Niko Kovac sein Spielsystem für Coutinho um?

Niko Kovac
Foto: Federico Guerra Moran / Shutterstock.com

FCB-Cheftrainer Niko Kovac hat diesen Sommer das Spielsystem beim deutschen Rekordmeisters umgestellt. Der 47-jährige hat sich von der altbewährten 4-2-3-1-Formation gelöst und setzt neuerdings auf ein 4-3-3-System. Durch die Verpflichtung von Coutinho könnte es jedoch zu einer erneuten Systemanpassung bei den Bayern kommen.

Mit der Verpflichtung von Philippe Coutinho ist dem FC Bayern (seit längerer Zeit) mal wieder ein echter Transfer-Coup gelungen. Sowohl die eigenen Fans, als auch die Experten sind sich sicher, dass der 27-jährige Mittelfeldspieler das bayerische Spiel bereichen wird. Die Frage ist nur in welcher Rolle und vor allem auf welcher Position? Im neuen 4-3-3-System hat Coutinho auf den ersten Blick keinen Platz. Der Brasilianer sieht sich eher als „Zehner“ und nicht als Flügelspieler, ein klassischer Spielmacher ist bis dato jedoch nicht vorgesehen im System von Niko Kovac.

Coutinho möchte auf der „Zehn“ spielen

Während Coutinho beim FC Barcelona zu meist auf dem linken Flügel zum Einsatz kam und das zentrale/offensive Mittelfeld einem gewissen Lionel Messi überlassen musste, möchte der brasilianische Nationalspieler in München in Zukunft auf der „Zehn“ spielen. Bei seiner offiziellen Vorstellung diese Woche äußerte er sich wie folgt dazu: „Ich kann ganz klar sagen, dass ich mich auf der ‚Zehn‘ am wohlsten fühle. Da kann ich mich am besten bewegen, da kommen meine Stärken am besten zum Tragen.“

Mit seinen Aussagen hat Coutinho seinen neuen Trainer in Zugzwang gebracht. Bayern-Cheftrainer Niko Kovac hat erst diesen Sommer sein Spielsystem von einer 4-2-3-1-Formation auf ein 4-3-3 umgestellt. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Berlin durften Thiago, Thomas Müller und Corentin Tolisso im Mittelfeld starten. Während Thiago primär als „Absicherung“ nach hinten agierte, orientierten sich Müller und Tolisso nach vorne. Einen klassischen Spielmacher gab es jedoch nicht. Die Angriffe wurden zumeist über die beiden Flügel (Gnabry/Coman) vorgetragen und weniger über die Mitte.

Niko Kovac möchte sich (noch) nicht festlegen auf ein System

Ein Einsatz von Coutinho auf dem linken Flügel scheint eher unwahrscheinlich zu sein, da Kingsley Coman damit zwangsläufig auf die Bank rücken würde. Der Franzose ist in den vergangenen Monaten deutlich aufgeblüht und hat sich zu einem echten Leistungsträger im bayerischen Offensivspiel entwickelt. Faktisch bleibt Kovac nichts anderes übrig, als sein System erneut umzustellen. Ein 4-2-3-1 ist prädestiniert für Coutinho, als „Zehner“ in zentrale Rolle mit Coman und Gnabry auf den Flügeln wäre dies sicherlich die optimalste Variante. Zumal diese taktische Formation den Vorteil hätte, dass ohnehin stark flügel-lastige Angriffsspiel der Bayern zu entlasten.

Eine weitere Option wäre ein 4-3-3 mit Coutinho als „Achter“, wobei diese Position nicht unbedingt bevorzugt wird von dem Brasilianer. Zumal dieser nicht bekannt ist dafür viel und effizient nach hinten zu arbeiten. Eine Doppesechs als Absicherung im 4-2-3-1 würde Coutinho viel mehr Freiräume geben.

Kovac zeigt sich indes gelassen und wollte sich vor dem Bundesliga-Spiel am kommenden Samstag auf Schalke auf keine Formation festlegen: „Die Zehn spielt er sehr gern und auch sehr gut. Aber er kann auch auf anderen Positionen genau so spielen. Entscheidend sind die Profile der auszufüllenden Positionen. Coutinho hat schon auf mehreren Positionen sehr gut gespielt. Wir sollten uns nicht auf eine Position versteifen, das verschwimmt ja auch im Laufe des Spiels.“ Dennoch deutete dieser an, dass sich durchaus etwas verändern könnte: „Es ist kein Problem, das System zusammen mit den Spielern anzupassen.“ Es wird spannend zu sehen welches System Kovac in Zukunft spielen lässt.