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Salihamidzic deutet längeren Ausfall von Lucas Hernandez an: „Er wird einige Wochen fehlen“

Lucas Hernandez
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bittere Nachrichten für den FC Bayern und allen voran für Lucas Hernandez. Der 23-jährige Abwehrspieler hat sich beim 3:2-Erfolg gegen Olympiakos Piräus in der Champions League eine Bänderverletzung im rechten Knöchel zugezogen. Laut FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic wird Hernandez „einige Wochen“ ausfallen.

Der FC Bayern hat den 3:2-Auswärtserfolg gegen Olympiakos Piräus teuer bezahlt. Mit Javier Martinez und Lucas Hernandez mussten zwei FCB-Profis angeschlagen ausgewechselt werden. Vor allem Lucas Hernandez scheint es schlimmer erwischt zu haben. Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic deutete nach dem Spiel einen längeren Ausfall des französischen Nationalspielers an.

Salihamidzic: Hernandez wird länger ausfallen

Mitten der zweiten Halbzeit hatte Hernandez einen Schlag auf den rechten Knöchel abbekommen und wurde nach minutenlanger Behandlung letztendlich für Jerome Boateng ausgewechselt. Hernandez verließ das Stadion nach dem Spiel wortlos auf Krücken.

FCB-Coach Niko Kovac deutete an, dass sich der Innenverteidiger eine Bänderverletzung zugezogen hat: „Laut Dr. Müller-Wohlfahrt hat er Probleme an der Knöchel-Innenseite. Wir müssen schauen, ob eine Bänderverletzung vorliegt. Das könnte das Delta-Band sein. Wir wissen noch nichts Genaues, aber er hat starke Schmerzen.“

Kurze Zeit später äußerte sich auch Hasan Salihamidzic zur Hernandez-Verletzung und sprach von einer wochenlange Pause für den Innenverteidiger: „Dr. Müller-Wohlfarth hat jetzt die erste Diagnose gestellt, es wird über mehrere Wochen gehen.“

Zudem hat Salihamidzic erneut den Zoff mit dem französischen Fussballverband thematisiert: „Karl-Heinz-Rummenigge hat in der vergangenen Woche interveniert, bevor der Spieler zur Nationalmannschaft gegangen ist. Dass er trotzdem gespielt hat, hat mir nicht gefallen. Dr. Müller-Wohlfarth ist ein Experte, was das betrifft. Das ärgert mich schon. Ich will keinem die Schuld geben, aber man muss Leuten wie Dr. Müller-Wohlfarth vertrauen.“

Kurios an die Aussagen von Salihamidzic ist die Tatsache, dass Hernandez vor der Länderspielpause Probleme mit seinem operierten Knie hatte und keinerlei Schwierigkeiten mit dem Knöchel.

Personaldecke in der Abwehr wird immer dünner

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Nach dem Kreuzbandriss von Niklas Süle hat es mit Lucas Hernandez nun den zweiten Innenverteidiger binnen weniger Tage erwischt. Sollte sich die erste Diagnose von Dr. Müller-Wohlfarth bestätigen, wird Niko Kovac seine Viererkette erneut umbauen müssen. Zu allem Überfluss hat sich auch noch Javier Martinez in Piräus verletzt, der Spanier wäre eine Option für die Abwehrzentrale gewesen.

Mit Benjamin Pavard und Jerome Boateng hat der FCB somit nur noch zwei etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung. Kovac wird für das kommenden Bunesliga-Spiel am kommenden Samstag gegen Union Berlin mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Nachwuchstalent Lars Lukas Mai in den Profi-Kader berufen. Zur Not könnte auch noch David Alaba innen aushelfen. Dies hat der Österreicher in der Vergangenheit bereits das eine oder andere mal getan.

Nach der Verletzung von Süle hatte FCB-Präsident Uli Hoeneß eine Neuverpflichtung noch kategorisch ausgeschlossen. Ob die Verantwortlichen in München an dieser Entscheidung nach den jüngsten Entwicklungen festhalten wird sich zeigen. Medienberichten zufolge haben die Bayern bereits eine Verstärkung im Winter ins Auge gefasst.