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Ablösefreie Bundesliga-Transfers: Bayern ist Spitzenreiter

Ablösefreie Bundesliga-Transfers: Bayern ist Spitzenreiter
Foto: Sebastian Widmann/Alex Grimm/Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Kein anderer deutscher Klub holt regelmäßig so wertvolle ablösefreie Spieler aus der Bundesliga wie der FC Bayern. Auch mit Alexander Nübel haben die Münchner mal wieder zum Nulltarif zugeschlagen. Ein Blick in die Statistik und die Historie zeigt: Diese Methode ist in München keineswegs neu.

„Die Bayern fahren inzwischen leider die Politik, auf dem deutschen Markt nichts mehr oder kaum was zahlen zu wollen, und sichern sich Top-Bundesligaspieler sehr früh, um sie dann ablösefrei zu übernehmen“, mit diesen Worte attackierte Christian Heidel, Ex-Manager vom FC Schalke 04, die Transferpolitik der Bayern im „kicker“. Zudem legt er nochmals nach: „Ob das immer statutengerecht ist, interessiert niemanden. Die dicke Kohle fließt, wie zum Beispiel bei Hernández, ins Ausland.“

Aussagen, die sich leicht überprüfen lassen. Und siehe da: Für Spieler, die aus ausländischen Ligen an die Säbener Straße wechseln, nimmt der FC Bayern tatsächlich viel Geld in die Hand. So geschehen z.B. bei Lucas Hernandez, der im vergangenen Sommer für 80 Millionen Euro von Atletico Madrid gekommen war. Für 15 Spieler zahlte der FC Bayern ab dem Jahr 2007 mindestens 25 Millionen Euro. Nur fünf dieser Summen gingen an deutsche Klubs. Zehn Mal wurde das Geld an Klubs im europäischen Ausland überwiesen. „Andere große Vereine geben 60, 70, 80 Millionen Euro für einen Torwart aus“, so Sportdirektor Hasan Salihamidzic zuletzt in der „BamS“ über den Nübel-Transfer. „Wir haben ihn ablösefrei bekommen.“

Robert Lewandowski: ablösefreier Königstransfer

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Den bedeutendsten dieser Transfers gelang dem FC Bayern München im Sommer 2014, als sie Robert Lewandowski ablösefrei vom ärgsten Rivalen Borussia Dortmund holen konnten. „Die Bayern wollen uns zerstören, (…) um uns dauerhaft als direkten Konkurrenten auszuschalten, indem sie sich an unseren Spielern bedient haben“, so BVB-Boss Hans-Joachim Watzke damals, nachdem bereits Mario Götze (37 Millionen Euro Ablöse) nach München wechselte.

Auch mit Leon Goretzka gelang den Bayern vor einem Jahr ein Coup. Als der Nationalspieler von Schalke zu den Bayern wechselte, betrug sein Marktwert laut „transfermarkt.de“ satte 40 Millionen Euro. In den Top-25 der wertvollsten Spieler, die ablösefrei wechselten, tauchen außerdem Ivica Olic (2009 vom Hamburger SV, 12 Millionen Euro Marktwert), Sebastian Rode (2014 von Eintracht Frankfurt, 9 Millionen Euro Marktwert), Tim Borowski (2008 vom SV Werder Bremen, 8 Millionen Euro Marktwert) und Sebastian Rudy (2017 von der TSG 1899 Hoffenheim, 8 Millionen Euro Marktwert) auf, die allesamt beim FC Bayern München landeten. Mit Ausnahme von Olic hatten sie jedoch keine große Karriere beim FCB.

Ablösefreie Bundesliga-Transfers: Die Top 5 des FC Bayern

1. Robert Lewandowski (2014): Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers: 50 Mio. €

2. Leon Goretzka (2018): Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers: 40 Mio. €

3. Alexander Nübel (2020): Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers: 16 Mio. €

4. Ivica Olic (2009): Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers: 12 Mio. €

5. Sebastian Rode (2014): Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers: 9 Mio. €