Bundesliga

Salihamidzic lehnt Zunahme der TV-Anbieter in der Bundesliga ab

Hasan Salihamidzic
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Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat sich erstmals öffentlich über die bevorstehende Vergabe der TV-Rechte in der Fussball Bundesliga und die Zunahme der Anbieter geäußert. Der 43-jährige ist kein Freund davon, dass die Anzahl der TV-Anbieter weiter ansteigt. Laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur rechnen die meisten Klubs jedoch, dass es in Zukunft neben Sky und DAZN weitere TV-Anbieter geben wird.

Das Thema Vermarktung von TV-Rechten ist seit Jahren ein Dauerthema in der Fussball Bundesliga. Im Vergleich zum europäischen Ausland, hat das deutsche Oberhaus noch viel Luft nach oben. Die Fussball-Manager hoffen, dass bei der nächsten Ausschreibung der Medien-Rechte mehr Einnahmen erzielt werden, jedoch nicht auf Kosten der Fans. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hat sich die Mehrheit gegen eine weitere Zunahme an TV-Anbietern ausgesprochen. Auch der FC Bayern steht den Entwicklungen in der jüngeren Vergangenheit kritisch gegenüber.

Salihamidzic & Co. warnen vor mehr TV-Anbietern in der Bundesliga: „Wir müssen auch an die Fans denken“

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Wer alle Bundesliga-Spiele live verfolgen möchte, benötigt derzeit zwei kostenpflichtige Pay-TV-Abos des TV-Senders Sky und des Streaming-Anbieters DAZN. Dieser Umstand sorgt bereits jetzt schon bei vielen Fans für großen Unmut und viele fürchten, dass es in Zukunft noch schlimmer werden könnte.

Auch Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidizic ist kein Freund davon, dass noch mehr Anbieter dazukommen: „Alle Bundesliga-Klubs würden sich freuen über mehr Geld. Wichtig ist aber auch, an den Fan zu denken.“

Oliver Mintzlaff, Vorstandschef von RB Leipzig, teilt die Meinung von Salihamidzic: „Eine mögliche weitere Erhöhung der Einnahmen darf nicht gleichzeitig dazu führen, dass wir zahlreiche Fußballfans verlieren, weil sie beispielsweise nur mit dem Abschluss von drei Abonnements alle Bundesligaspiele verfolgen können.“

Die Deutsche Fussball-Liga will bis zum Sommer eine neue Ausschreibung für die Medien-Rechte von 2021 bis 2024 durchführen. Wann die neue Ausschreibung beginnt, ist jedoch noch offen. Neben Sky und DAZN könnten sich Medienberichten zufolge weitere Streaming-Anbieter für die TV-Rechte bewerben.