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Corona-Chaos in Spanien: Messi & Co. drohen mit Streik

La Liga
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In der spanischen La Liga droht die Corona-Krise zu eskalieren. Grund dafür: Spaniens Profi-Liga hat die Kurzarbeit in der aktuellen Phase befürwortet. Das stößt den Spielern sauer auf, diese drohen sogar mit Streik.



Nicht nur in Deutschland ist die anhaltende Corona-Krise existenzbedrohend für viele Klubs, auch in Spanien kämpfen die Vereine ums Überleben. Die Stimmung wurde nun durch ein Statement der Liga weiter angeheizt. Der Verband hatte sich für den Einsatz der Kurzarbeit in den Vereinen während der Krise ausgesprochen. Diese Empfehlung hat für große Irritationen bei den Spielern gesorgt.

Spanische Fussball-Profis zeigen sich irritiert

In einer Erklärung der Profis der 1. und 2. Liga, die von der Spielergewerkschaft AFE am Sonntag veröffentlicht wurde, zeigten sich die Spieler verwundert, dass die Klubs nicht in der Lage sein eine „zweimonatige Situation zu überbrücken“. Die Unterstützung der Kurzarbeit sei zudem „merkwürdig“, da in der Vergangenheit immer wieder betont wurde, wie gut die Vereine finanziell aufgestellt sind. Zudem kritisierte die AFE die Tatsache, dass die Klubs keine entsprechenden Rücklagen aufgebaut haben für solche Situationen.

Im Subton der Erklärung war sogar eine Streikdrohung zu lesen. Demnach werden die Profis den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen, so lange keine „ausdrückliche Entscheidung der Behörden“ in der Kurzarbeit-Thematik vorliegt.

Die Antwort von La Liga-Chef Javier Tebas auf die Erklärung der Profis ließ nicht allzu lange auf sich warten. Via Twitter verkündete dieser, dass die Kurzarbeit „ein legales Instrument sei, wenn sich deine Aktivität aufgrund höherer Gewalt reduziert“.