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Kurioser Vorschlag des Arbeitsministeriums: Bundesliga-Profis sollen mit Masken spielen!

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Während die Deutsche Fussball-Liga heute ihre Bereitschaft signalisiert hat den Spielbetrieb in der Bundesliga zeitnah wieder aufzunehmen, ist nun die Politik in der Pflicht. Ende April werden die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel darüber entscheiden ob und wie die Bundesliga fortgesetzt werden kann. Experten des Arbeitsministeriums sorgen nun mit einem kuriosen Vorschlag zum Bundesliga-Neustart für neue Diskussionen.

Die DFL hat in den vergangenen Wochen ein 41 Seiten starkes Konzept entwickelt, welches es ermöglichen soll, dass die Fussball Bundesliga im Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen kann. Laut DFL-Chef Christian Seifert liegt es nun an der Politik und den zuständigen Behörden dieses Konzept inhaltlich zu prüfen und zu bewerten.

Wie der „SPIEGEL“ berichtet, hat auch das Bundesarbeitsministerium ein eigenes Papier zu der geplanten Fortsetzung der Fussball Bundesliga erstellt und dieses dürfte den Verantwortlichen der DFL alles andere als gefallen.

Bundesministerium fordert Maskenpflicht für Profis

Demnach hat Referat Arbeitsschutz des Bundesarbeitsministeriums ein dreiseitiges Papier als „Stellungnahme zum DFL Hygienekonzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs“ entworfen. Das Dokument liegt dem „SPIEGEL“ exklusiv vor. Laut dem Nachrichtenmagazin beinhaltet das Papier zwei Varianten zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Bei der ersten Variante soll es eine „umfassende Quarantäne für alle Kontaktpersonen bis zum Saisonende“ geben. Demnach sollen sich „alle Spieler, Trainer, Betreuer, medizinisches Personal und weitere Personen, welche direkten Kontakt zu den Spielern haben müssen“, in Quarantäne begeben, z.B. in ein ausreichend großes Hotel, in dem sie allein untergebracht sind.

Die zweite Variante ist noch skurriler: hierbei sollen Spieler und Schiedsrichter „sportgerechten Mund-Nasen-Schutz“ tragen. Dabei soll es sich jedoch nicht um Alltagsmasken handeln, sondern nach Masken, die den medizinischem Standard einhalten. Diesen sollen „auch bei Sprints, Kopfbällen und Zweikämpfen nicht verrutschen“. Zudem dürften die Spieler die Masken während des Spiels nicht berühren.

Besonders kurios: sollte es zu einem Verrutschen der Masken kommen, muss das Spiel sofort unterbrochen werden. Auch empfiehlt das Papier die Masken alle 15 Minuten auszutauschen, da diese durch das erhöhte Atemvolumen schneller durchfeuchten und damit unbrauchbar werden.

Das zuständige Arbeitsministerium bestätigte auf SPIEGEL-Nachfrage, dass das Papier erstellt wurde. Allerdings handele es sich um einen „ersten Arbeitsentwurf“. Demnach wurde man vom Bundesgesundheitsministerium aufgefordert eine solche Stellungnahme zu erarbeiten.