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Verwirrung um die Kaufoption: So teuer kann Tiago Dantas für die Bayern wirklich werden

Tiago
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Von allen „Last Minute-Transfers“ der Bayern war die Verpflichtung von Tiago Dantas wohl die größte Überraschung. Am Deadline Day überschlugen sich die Meldungen über das portugiesische Mittelfeld-Talent. So gab es eine ganze Reihe an widersprüchlichen Aussagen zu einer möglichen Kaufoption und darüber, ob der 19-jährige für die erste oder zweite Mannschaft eingeplant sei. Gut eine Woche später scheinen nun alle entscheidenden Fragen beantwortet zu sein.

Auf Wunsch von Hansi Flick persönlich überraschten die Bayern vor einer Woche mit dem Transfer des portugiesischen Youngsters Tiago Dantas. Nun sickern auch immer mehr Informationen zu den genauen Modalitäten durch, unter denen der Deal stattgefunden haben soll. Unmittelbar nach dem Transfer verkündeten mehrere Medien übereinstimmend, dass die Bayern das Talent erst für ein Jahr ausleihen und im Anschluss eine Kaufoption in Höhe von 7,5 bis 8 Millionen Euro besitzen. Wie nun die „Correio da Manhã“ berichtet, ist es damit jedoch noch nicht getan. Sollten sich die Münchner dazu entscheiden, die Klausel zu ziehen, werden in zwei weiteren Raten nochmals zehn Millionen Euro fällig. Der Gesamtbetrag für das Mittelfeld-Juwel würde damit 18 Millionen Euro zahlen.

Tiago hat wenig Zeit sich zu beweisen

Damit könnten die Münchner im Sommer vor einer nicht ganz so leichten Entscheidung stehen. So muss Tiago zudem noch mindestens bis zum Januar 2021 auf sein Profi-Debüt warten. Während Hasan Salihamidzic jüngst betonte, dass der Neuzugang sich erstmal der zweiten Mannschaft anschließen wird, besitzt dieser auch faktisch keine Spielberechtigung für die Profis. So hatten die Bayern am Deadline Day lediglich die Berechtigung bei der FIFA eingeholt und den Medizin-Check nachgereicht. Für Einsätze in der Bundesliga wäre jedoch beides vonnöten gewesen. Demzufolge hat Tiago Dantas lediglich ein halbes Jahr um bestenfalls bei den Profis reinzuschnuppern und die ersten Spielminuten zu bekommen. Für die Münchner Bosse also folglich nur eine dünne Grundlage um abschätzen zu können, ob der hochveranlagte zentrale Mittelfeld-Spieler das Investment wert ist. Erschwerend hinzu kommt, dass sich Benfica für einen möglichen Wiederverkauf eine Beteiligung in Höhe von 25 Prozent gesichert hat.