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Havertz über den geplatzten Bayern-Wechsel: „Ein Titel mit Chelsea ist viel mehr wert“

Kai Havertz
Foto: Matt Dunham - Pool/Getty Images

Der Vereinswechsel von Kai Havertz sorgte während des Transferfensters im letzten Sommer für großes Aufsehen. Trotz großen Interesses von Seiten des deutschen Rekordmeisters entschied sich der Offensivmann für einen Wechsel zum FC Chelsea und damit gegen die aktuell beste Vereinsmannschaft Europas.

Lange wurde um Havertz verhandelt und gekämpft, bis schließlich die Entscheidung fiel: Der FC Chelsea sollte es werden. Die Blues haben sich die Dienste des 21-jährigen Offensivspielers auch entsprechend kosten lassen. 80 Millionen Euro haben sie für den deutschen Nationalspieler an die Werkself aus Leverkusen überwiesen, Bonuszahlungen bis zu 20 Millionen Euro könnten noch nachträglich fließen. Damit ist Havertz nicht nur Rekordeinkauf der vergangenen Transferperiode, sondern auch der teuerste deutsche Spieler überhaupt.

Wieso er sich bei seinem Wechsel allerdings gegen die Bayern entschieden hat, erklärt er in einem Interview mit der „Sport Bild“. Havertz nennt zum einen Teammanager und -trainer Frank Lampard als Zünglein an der Waage, denn für den jungen Offensivspieler ist Lampard schon immer ein großes Vorbild gewesen. „Mir ist immer seine Torgefahr hängen geblieben. Für einen Mittelfeldspieler fand ich das herausragend. Daran will ich mich messen. Auch dass er so erfolgreich war und zugleich so sympathisch ist, beeindruckt mich“, lässt Havertz verlauten.  Doch das ist noch lange nicht alles.

„Mir war es wichtig, einen Verein mit einer Vision zu haben.“

Zum anderen betont der gebürtig aus Aachen kommende Youngster, dass der Londoner Klub noch viel Entwicklungspotential in sich trage: „Mir war es wichtig, einen Verein mit einer Vision zu haben. Ein spannender Umbruch findet statt. Wir sind eine junge Mannschaft mit vielen tollen Spielern. Wir denken offensiv. Wir wollen hier etwas aufbauen und angreifen. Das motiviert mich sehr. Und dann ist ein Titel mit Chelsea doch viel mehr wert.“

Dieser Aufwind hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass der Start in Havertz‘ Abenteuer an der Stamford Bridge bislang geglückt ist. In 10 Pflichtspielen für die Blues konnte er bereits 4 Treffer selbst erzielen und 3 vorbereiten. Momentan plagt er sich allerdings noch mit einer Corona-Infektion herum. „Wichtig ist, dass alle verstehen, dass es kein Spaß ist. Wir sollten da schon aufeinander aufpassen“, sagt er, auch im Hinblick auf seine baldige Rückkehr ins Mannschaftstraining.