Eberl wollte ihn unbedingt holen: Warum Bayern bei Eichhorn aussteigt

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern wird Kennet Eichhorn offenbar nicht verpflichten. Obwohl Sportvorstand Max Eberl lange als Befürworter eines Transfers galt und intensive Gespräche mit der Spielerseite geführt haben soll, hat sich die Münchner Führungsetage nun endgültig gegen einen Wechsel des Hertha-Talents entschieden.

Die Personalie beschäftigte den Rekordmeister bereits seit Monaten. Der 16-Jährige gilt als eines der größten Talente seines Jahrgangs in Deutschland und stand auf den Wunschlisten zahlreicher Topklubs. Neben Bayern wurden unter anderem Real Madrid, der FC Barcelona, Paris Saint-Germain sowie mehrere Premier-League-Klubs mit dem Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht.


Hohes Handgeld sorgt für Verwunderung

Ausschlaggebend für den Rückzug der Münchner sollen vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen gewesen sein.

Nach Informationen des kicker und von SPORT1 sorgte insbesondere das geforderte Handgeld für großes Stirnrunzeln an der Säbener Straße. Demnach soll eine zweistellige Millionensumme für Spieler, Familie und Berater im Raum gestanden haben. Besonders brisant: Die Zahlung für die Unterschrift soll sogar höher ausgefallen sein als die eigentliche Ablösesumme, die an Hertha BSC geflossen wäre.

Aus wirtschaftlicher Sicht war dies für die Bayern-Bosse offenbar nicht vertretbar.

Bayern setzt auf eigene Talente

Noel Aseko
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Neben den finanziellen Aspekten spielten laut Bericht auch sportliche Überlegungen eine wichtige Rolle.

Demnach möchten die Münchner künftig verstärkt auf eigene Nachwuchsspieler setzen. Mit Noel Aseko kehrt ein vielversprechender Mittelfeldspieler von Hannover 96 zurück, zudem gilt Campus-Talent David Santos intern als interessante Option für die Zukunft. Beide Personalien sollen die Skepsis gegenüber einer teuren Verpflichtung Eichhorns zusätzlich verstärkt haben.

Bereits Ende Januar hatte sich innerhalb des Vereins eine Mehrheit gegen den Transfer gebildet. Diese Haltung wurde nach den jüngsten Gesprächen offenbar nochmals bestätigt.

Zweiter Rückschlag für Eberl

Für Max Eberl bedeutet die Entwicklung einen weiteren Dämpfer. Nachdem bereits Wunschspieler Anthony Gordon dem FC Bayern abgesagt und sich stattdessen dem FC Barcelona angeschlossen hat, kommt nun auch der Eichhorn-Transfer nicht zustande. Laut dem Bericht gehörte der Hertha-Youngster zu den Spielern, die Eberl intern besonders stark forciert haben soll.

Der 16-Jährige wird dennoch nicht lange ohne Interessenten bleiben. Nach dem Rückzug der Bayern gelten Bayer Leverkusen und RB Leipzig weiterhin als ernsthafte Kandidaten für eine Verpflichtung. Auch international bleibt das Interesse am deutschen Nachwuchstalent groß.

Für den FC Bayern hingegen scheint die Entscheidung gefallen zu sein: Der Rekordmeister setzt lieber auf die Entwicklung eigener Talente als auf einen finanziell aufwendigen Transfer eines 16-Jährigen.

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