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Enthüllt: Darum planen die Bayern nicht mehr mit Boateng

Jerome Boateng
Foto: imago images

Für die einen war es eine Überraschung, für andere sogar ein Nackenschlag: Jerome Boateng wird den FC Bayern verlassen und das schon nach Ende der Saison. Eine Schlagzeile, die so manchen Bayern-Fan böse aufstoßen dürfte, zumal der zweimalige Triple-Held sportlich durchaus konstant ansprechende Leistungen zeigt. Lediglich die Muskulatur macht dem 32-jährigen häufiger zu schaffen. Laut Bild-Informationen soll dies auch der Grund dafür sein, dass sich die Wege bald trennen.

Spielt der Körper noch mit, oder wird es ihm langsam aber sicher zu viel? Eine Frage, die sich Jerome Boateng und der FC Bayern immer häufiger stellen. Bereits beim Champions League-Finale musste der Abwehr-Hüne bereits in Hälfte eins das Spielfeld verlassen. Zwar hielt er beim Spitzenduell gegen Borussia Dortmund immerhin 69 Minuten durch, aber dann zwang ihn seine empfindliche Muskulatur erneut in die Knie.

Da dies keineswegs Einzelfälle sind haben die Münchner Bosse nun eine drastische Entscheidung gefällt. Laut Bild-Berichten soll der verdiente Spieler keinen neuen Vertrag mehr bekommen, da sie sich nicht mehr darauf verlassen können, dass Boateng 90 Minuten hochintensiven Fußball durchhält.

Nicht das Standing eines Top-Stars: Boateng hat es bei den Bayern schon länger schwer

Zweifellos erinnert all das ein wenig an die letzten Jahre von Arjen Robben und Franck Ribery bei den Münchner Bayern. Allerdings durfte die vielleicht beste Münchner Flügelzange aller Zeiten bis Mitte 30 im roten Trikot auflaufen. Boateng hingegen ist gerade erst 32 Jahre alt geworden.

Es gibt jedoch zwei Dinge, die hierbei einen enormen Ausschlag gegeben haben könnten. Zum einen wäre das die Position von Boateng. So nimmt ein Trainer während eines Spieles nur ungern Änderungen in der Viererkette vor. Außenbahnspieler werden hingegen häufiger ausgetauscht und bringen das Grundgerüst der Mannschaft weniger durcheinander. Demnach ist ein verletzungsbedingter Ausfall Boatengs schwerwiegender als damals bei Robben und Ribery. Ein vermutlich noch größerer Faktor ist jedoch das Standing Boatengs bei den Bayern-Bossen. Wenngleich der Innenverteidiger zehn Jahre in München auf dem Buckel hat, bekam er nie die Wertschätzung anderer Stars im Verein. Gerade mit Karl-Heinz-Rummenigge soll das Verhältnis nach der „back-to-earth-Aussage“ nicht das Beste sein. Sinnbildlich dafür auch, dass Boateng nicht persönlich von seinem bevorstehenden Angang gehört haben soll, was ihm ebenfalls enttäuschte.