Beim FC Bayern hat sich das Spiel in der Defensive sichtbar stabilisiert. Einer der zentralen Profiteure spricht nun offen über seinen Trainer und spart nicht mit lobenden Worten.
Dayot Upamecano hebt im Gespräch mit der L’Équipe besonders die akribische Arbeit von Vincent Kompany hervor: „Er hat mir wirklich bei meiner Positionierung geholfen – Körperhaltung, wann und wie man lange Bälle angeht. Wir haben von Tag eins an losgelegt.“ Auch die Videoanalyse spiele eine zentrale Rolle: „Einige Sitzungen dauern 30 bis 40 Minuten. Wir sind zu einer Mannschaft geworden, einer Macht.“
Vor dem 2:1-Sieg gegen Paris, in der Upamecano eine bärenstarke Leistung zeigte, hatte Kompany eine klare Ansage parat: „Der Trainer hat darauf bestanden, dass wir keine Angst haben und sie attackieren. Vor dem Spiel sagte er mir sogar: ‚Wenn nötig, wirst du den Torwart pressen.’“
Dass Upamecano unter dem Belgier aufblüht, liegt auch an seiner Spielweise. Er sucht bewusst das Risiko: „Ich mag es, mit dem Ball Dinge zu initiieren, Linien zu durchbrechen. Es steckt ein Risiko drin. Aber ich habe schon immer gerne Risiken übernommen.“
Upamecano über Olise: „Fängt er an zu zittern“

Der 27-Jährige wirkt präsenter, aggressiver – und genießt genau das: „Ich liebe das Verteidigen. Das ist es, was ich liebe: Duelle. Ich würde niemals ein Duell verweigern.“ Selbst im Training geht er voll rein: „Olise sagt: ‚Von zehn Duellen gewinne ich zehn!‘ – Aber wenn ich ernst mache und meinen Körper einsetze, fängt er an zu zittern (lacht).“
Auch in der täglichen Arbeit mit Kompany sieht er Vorteile gegenüber früheren Stationen: „Bei Kompany spürt man, dass er selbst auf meiner Position gespielt hat. Manchmal ruft er mich: ‚Dayot, komm in mein Büro‘ – und zeigt mir Videos mit Punkten, die ich verbessern soll.“
Trotz der positiven Worte des Innenverteidigers ist seine Zukunft in München weiter ungewiss. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, Gespräche mit dem Klub laufen, aber es gibt noch keine Einigung. Der Franzose sagte zu seiner Zukunft: „Ich konzentriere mich auf diese Saison und meine Ziele mit dem Verein und der Nationalmannschaft. Ich habe keinen Kopf dafür.“ Weiter führte er aus: „Ich bin ganz gelassen. Ich stehe beim FC Bayern unter Vertrag. Ich habe Ziele. Ich bin sehr dankbar, wenn Vereine an mir interessiert sind.“
Dass er unter Kompany eine Führungsrolle einnimmt, könnte am Ende ein entscheidendes Argument für einen Verbleib werden.
