Vincent Kompany hat nach dem spektakulären 4:3-Erfolg des FC Bayern gegen Real Madrid klare Worte gefunden – und die heftige Schiedsrichter-Kritik der Spanier deutlich zurückgewiesen. Während in Madrid vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Eduardo Camavinga für Empörung sorgt, zeigt der Bayern-Coach dafür wenig Verständnis.
„Dazu habe ich nichts zu sagen“, erklärte Kompany auf der Pressekonferenz nach dem Spiel – und legte dann doch nach. Aus seiner Sicht greife die Diskussion um einzelne Entscheidungen viel zu kurz.
Kompany sieht viele strittige Szenen
Der 40-Jährige machte deutlich, dass es im gesamten Spiel mehrere Situationen gegeben habe, die man unterschiedlich bewerten könne. „Wenn man sich das Spiel ansieht, gibt es viele andere seltsame und merkwürdige Situationen mit dem Schiedsrichter“, so Kompany. Der FCB-Coach verwies unter anderem auf das vermeintliche Foulspiel von Konrad Laimer an Brahim Diaz, unmittelbar vor dem Freistoß-Treffer von Arda Güler.
Auch das Foulspiel von Antonio Rüdiger an Josip Stanisic, kurz vor dem 3:2 von Real, wurde laut Kompany nicht richtig vom Unparteiischen geahndet.
Damit stellt er klar: Die Fokussierung auf eine einzelne Szene entspricht aus seiner Sicht nicht dem Spielverlauf. Vielmehr sei es ein intensives Duell gewesen, in dem beide Teams mit Entscheidungen leben mussten.
Spieler und Verantwortliche von Real zeigten sich nach dem Spiel über die Gelb-Rote Karte für Eduardo Camavinga geschockt.
„Ich finde es surreal“

Besonders deutlich wurde der Bayern-Trainer bei der Bewertung der öffentlichen Reaktionen aus Spanien. „Ich finde es surreal, sich darüber zu beschweren“, erklärte Kompany und widersprach damit direkt der Darstellung, wonach der Schiedsrichter maßgeblich für das Ausscheiden von Real verantwortlich gewesen sei.
Eine klare Botschaft – und gleichzeitig ein Zeichen dafür, dass sich der Fokus beim FC Bayern bereits wieder auf das Sportliche richtet.
Während Real Madrid die Diskussion um den Schiedsrichter weiter befeuert, herrscht in München vor allem Zufriedenheit über den eigenen Auftritt. Der Einzug ins Halbfinale steht im Mittelpunkt – und die Erkenntnis, dass man sich auch in einem hochdramatischen Spiel gegen einen Topgegner durchsetzen kann.
Kompanys Haltung passt dabei ins Gesamtbild: keine Ausreden, kein Blick zurück – sondern voller Fokus auf das, was noch kommen kann.

