Nach dem dramatischen Champions-League-Aus von Real Madrid beim FC Bayern hat sich Eduardo Camavinga zu seinem folgenschweren Platzverweis geäußert – und dabei klare Worte gefunden.
Der französische Mittelfeldspieler, der in der Schlussphase des Viertelfinal-Rückspiels mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, zeigte sich einsichtig und übernahm die Verantwortung für seinen Anteil am Ausscheiden. „Ich übernehme die Verantwortung für meinen Teil“, schrieb Camavinga in einer Instagram-Story und entschuldigte sich ausdrücklich bei seinen Mitspielern und den Fans: „Ich möchte mich bei meinem Team und allen Madridistas entschuldigen. Danke für eure Unterstützung.“
Platzverweis als Wendepunkt
Die Szene, die letztlich zum Platzverweis führte, hatte großen Einfluss auf den Spielverlauf. Nachdem Camavinga bereits verwarnt war, foulte er Harry Kane und verhinderte anschließend mit einem Handspiel die schnelle Ausführung des Freistoßes. Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte ihm daraufhin die zweite Gelbe Karte – und stellte Real Madrid in der entscheidenden Phase des Spiels in Unterzahl.
Nur wenige Minuten später nutzte der FC Bayern die Überzahl eiskalt aus. Luis Díaz traf in der 89. Minute zum 3:3, ehe Michael Olise in der Nachspielzeit den 4:3-Siegtreffer erzielte und die Allianz Arena zum Beben brachte.
Auch Kylian Mbappé meldete sich nach dem Aus zu Wort und versuchte, trotz der Enttäuschung Zuversicht zu verbreiten. „Wir haben es bis zum Schluss versucht, aber es hat nicht gereicht“, erklärte der Franzose. Gleichzeitig betonte er den Anspruch der Königlichen: „In Madrid ist Versagen nie eine Option gewesen und wird es auch nie sein.“
Kritik an Schiedsrichter – aber auch an Camavinga

Während Camavinga die Verantwortung auf sich nahm, richtete sich der Frust im Real-Lager vor allem gegen Schiedsrichter Vincic. Trainer Álvaro Arbeloa und mehrere Spieler übten deutliche Kritik an der Spielleitung.
Doch auch innerhalb der Fanbasis blieb der Mittelfeldspieler nicht verschont. Viele Anhänger machten ihn aufgrund der unnötigen Aktion in der Schlussphase mitverantwortlich für das Ausscheiden.
Am Ende bleibt ein bitterer Abend für Real Madrid – und eine Szene, die noch lange diskutiert werden dürfte.

