Erstes Finale seit 2020: Bayern bezwingt Leverkusen und reist nach Berlin

Tim Schoster
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Der FC Bayern hat sich im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen mit 2:0 durchgesetzt und ist erstmals seit 2020 wieder ins Endspiel eingezogen. Die Münchner dominierten die Partie über weite Strecken und sorgten in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung.


Vincent Kompany veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:2-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf sieben Positionen. Unter anderem kehrten Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Harry Kane in die Anfangsformation zurück. Vor allem die Rückkehr des Engländers machte sich früh bemerkbar.

Von Beginn an übernahm der Rekordmeister die Kontrolle in der BayArena. Die Bayern schnürten Leverkusen phasenweise in der eigenen Hälfte ein und erspielten sich erste Möglichkeiten. Dayot Upamecano setzte einen Abschluss aus kurzer Distanz über das Tor (5.), wenig später scheiterte Luis Díaz mit einem sehenswerten Schlenzer an Mark Flekken (16.). Auch Harry Kane kam mehrfach zum Abschluss, blieb zunächst jedoch ohne Erfolg.

In der 22. Minute belohnten sich die Münchner schließlich für ihren Aufwand. Nach einem Einwurf kombinierte sich Bayern über Jamal Musiala in den Strafraum, dessen Hereingabe landete bei Kane, der aus kurzer Distanz zur verdienten Führung einschob.

FC Bayern vs. Leverkusen
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Bayern bleibt dominant, Schick mit größter Bayer-Chance

Auch nach dem Führungstreffer blieb der deutsche Meister tonangebend. Michael Olise prüfte Flekken aus der Distanz (28.), während Kane kurz vor der Pause nur knapp am zweiten Treffer vorbeischrammte (40.). Leverkusen hingegen blieb im ersten Durchgang offensiv komplett harmlos und verzeichnete keinen einzigen Torschuss.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Werkself zunächst etwas aktiver. Nathan Tella prüfte Manuel Neuer mit einem Distanzschuss (52.), doch der Bayern-Kapitän war zur Stelle. Kurz darauf verhinderte Robert Andrich in höchster Not das mögliche 2:0 durch Musiala (49.).

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Münchner wieder mehr Kontrolle. Harry Kane vergab zwei gute Möglichkeiten aus aussichtsreicher Position (62., 64.), während auch Josip Stanisic und Konrad Laimer weitere Abschlüsse hatten. Leverkusen blieb zwar bemüht, kam aber nur selten gefährlich vor das Tor – die beste Chance vergab Patrik Schick, der nach einer Flanke von der rechten Seite aus rund zehn Metern zum Kopfball kam, den Ball jedoch über die Querlatte setzte (70.).

In der Schlussphase erhöhte Leverkusen spürbar den Druck und kam zu mehr Offensivaktionen. Die Werkself setzte sich mehrfach in der Münchner Hälfte fest, fand gegen die kompakte Defensive des Rekordmeisters jedoch kaum klare Durchbrüche. Vincent Kompany reagierte mit defensiven Wechseln, brachte unter anderem Min-jae Kim für Jamal Musiala und stellte auf eine stabilere Formation um.

Bayern-Gegner in Berlin wird morgen ermittelt

Als Leverkusen in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, boten sich den Münchnern Räume zum Kontern. Zunächst scheiterte Luis Díaz noch aus halblinker Position an Mark Flekken (90.+1), ehe wenig später die Entscheidung fiel: Leon Goretzka wurde auf der rechten Seite steil geschickt und spielte den Ball im Fallen präzise ins Zentrum zu Díaz. Der Kolumbianer lief noch einige Schritte und schob aus rund 13 Metern links am Keeper vorbei ein. Zunächst wurde die Szene wegen Abseits abgepfiffen, doch nach VAR-Überprüfung zählte der Treffer (90.+3).

Der FC Bayern steht damit nach einer langen Durststrecke wieder im DFB-Pokalfinale und trifft am 23. Mai in Berlin auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg, die am Donnerstagabend aufeinandertreffen. Zuvor geht es für die Münchner am Samstag in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 weiter, ehe in der kommenden Woche das Champions-League-Halbfinale bei Paris Saint-Germain ansteht. Bayer Leverkusen ist am Wochenende im Derby beim 1. FC Köln gefordert.

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