Rummenigge enthüllt: Diese PSG-Stars wollten die Bayern verpflichten

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Ousmane Dembélé und Désiré Doué zählen heute zu den prägenden Offensivspielern von Paris Saint-Germain – und beide standen in der Vergangenheit auch auf der Wunschliste des FC Bayern. Nun hat Karl-Heinz Rummenigge offen erklärt, warum die Münchner bei beiden Transfers leer ausgingen.


Vor dem Champions-League-Duell zwischen PSG und dem FCB sorgt diese Personalie für zusätzliche Brisanz. Schließlich könnten genau jene Spieler, die einst in München gehandelt wurden, jetzt zum entscheidenden Faktor im Halbfinale werden.

Rummenigge bestätigte im Gespräch mit t-online, dass die Bayern insbesondere bei Ousmane Dembélé sehr konkret interessiert waren. „Bei Dembélé war ich noch selbst mit dabei. Wir und vor allem unser damaliger Sportdirektor Michael Reschke wollten ihn unbedingt verpflichten, aber leider ist uns damals Dortmund zuvorgekommen“, erklärte der ehemalige Vorstandsvorsitzende.

Puma-Verbindung als entscheidender Faktor bei Dembélé

Die Gründe für den geplatzten Transfer liegen laut Rummenigge vor allem in den damaligen Rahmenbedingungen. Dembélé spielte zu dieser Zeit bei Stade Rennes – einem Klub, dessen Besitzer gleichzeitig eng mit dem Ausrüster Puma verbunden waren. „Dortmund hatte zu dem Zeitpunkt einen Ausrüstervertrag mit Puma. Dementsprechend war klar, dass wir als Adidas-Klub da nicht unbedingt präferiert zum Zug kommen“, so Rummenigge. Der Wechsel zum BVB war somit auch wirtschaftlich und strukturell begünstigt.

Trotzdem schwärmt der 70-Jährige noch heute von den Qualitäten des Franzosen: „Das war ein wunderbarer Spieler.“ Gleichzeitig deutete er an, dass Dembélé eine gewisse Führung benötigt, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. „Er ist ohne Frage ein sehr guter Spieler, der aber auch gut geführt werden muss.“

Rummenigge widerspricht Gerüchten um Doué deutlich

Désiré Doué
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Auch bei Désiré Doué waren die Bayern laut Rummenigge ernsthaft interessiert. Der junge Franzose entschied sich letztlich jedoch bewusst gegen einen Wechsel nach München und für einen Verbleib in seiner Heimat.

„Den hätten wir gerne verpflichtet, er hätte uns sehr gut zu Gesicht gestanden. Aber er hat sich für Paris entschieden, weil er in seiner französischen Heimat bleiben wollte“, erklärte Rummenigge.

Gleichzeitig nutzte der Bayern-Patron die Gelegenheit, um mit einem hartnäckigen Gerücht aufzuräumen. Immer wieder war spekuliert worden, der Aufsichtsrat habe den Transfer aus wirtschaftlichen Gründen verhindert. Dem widersprach Rummenigge entschieden: „Nein, wer so etwas erzählt, erzählt Märchen.“

Demnach wäre der Transfer auch finanziell durchaus darstellbar gewesen. „Der Spieler hätte auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis mit Ablöse und Gehalt gut zu uns gepasst“, stellte Rummenigge klar.

Für den FC Bayern sind solche verpassten Transfers laut dem 70-Jährigen Teil des Geschäfts. „Wir werden auch in der Zukunft mal den ein oder anderen Spieler nicht kriegen, weil woanders vielleicht mehr Geld gezahlt wird. Das muss man akzeptieren“, so Rummenigge.

Die Münchner scheinen damit ihren Frieden gemacht zu haben – auch wenn Dembélé und Doué nun ausgerechnet im direkten Duell mit PSG zur Herausforderung werden könnten.

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