Olise gegen Dembélé: Das Duell der Superstars im Check

Vjekoslav Keskic

Wenn der FC Bayern im Champions-League-Halbfinale auf Paris Saint-Germain trifft, rückt ein Duell besonders in den Fokus: Michael Olise gegen Ousmane Dembélé. Zwei Weltklassespieler, zwei unterschiedliche Profile – und eine Vielzahl an Zahlen, die ihre Stärken und Unterschiede eindrucksvoll belegen.


Olise ist beim FC Bayern der kreative Fixpunkt auf dem rechten Flügel, während Dembélé bei PSG flexibel zwischen Außenbahn und Zentrum agiert. Beide prägen das Offensivspiel ihrer Teams – aber auf völlig unterschiedliche Weise.

Olise dominiert bei Vorlagen – Dembélé bei Effizienz

Die nackten Zahlen zeigen zunächst einen klaren Vorteil für den Bayern-Star. In 45 Pflichtspielen kommt Michael Olise auf herausragende 25 Assists – Bestwert in Europas Top-5-Ligen. Insgesamt stehen 43 Torbeteiligungen zu Buche, nur Kylian Mbappé mit 46 und Harry Kane mit 58 liegen darüber.

Dembélé kann bei den absoluten Scorerwerten nicht ganz mithalten, überzeugt dafür aber mit einer deutlich höheren Effizienz. Der PSG-Star benötigt nur 114 Minuten pro Tor und sogar nur 73 Minuten pro Torbeteiligung. Olise kommt im Vergleich auf 196 Minuten pro Tor und 82 Minuten pro Torbeteiligung.

Auch bei den Abschlüssen liegt Dembélé leicht vorne. Er kommt auf 4,0 Schüsse pro 90 Minuten, Olise auf 3,8. Beim Expected-Goals-Wert zeigt sich ein ähnliches Bild: 0,61 xG pro 90 Minuten bei Dembélé gegenüber 0,43 bei Olise.

Olise überzeugt defensiv – Dembélé im Dribbling effizienter

Bayern vs. PSG
Foto: IMAGO

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich im Spiel gegen den Ball. Olise bringt eine deutlich höhere Defensivintensität mit. Mit 4,6 defensiven Aktionen pro 90 Minuten liegt er klar vor Dembélé, der lediglich auf 1,8 kommt.

Auch bei den Balleroberungen im letzten Drittel ist der Bayern-Star leicht vorne: 0,92 pro 90 Minuten gegenüber 0,89 bei Dembélé. In den Zweikämpfen hat Olise ebenfalls die Nase vorn mit einer Quote von 50 Prozent – Dembélé kommt auf 48 Prozent.

Im Dribbling ergibt sich ein spannendes Bild. Olise sucht deutlich häufiger das Eins-gegen-eins und kommt auf 5,8 Dribblings pro 90 Minuten. Dembélé ist hier zurückhaltender mit 2,7 Versuchen, dafür aber deutlich effizienter: 55 Prozent Erfolgsquote gegenüber 45 Prozent bei Olise.

Diese Zahlen unterstreichen die unterschiedlichen Spielertypen. Olise ist der aktivere, vielseitigere Offensivspieler, der auch defensiv mitarbeitet und das Spiel lenkt. Dembélé hingegen ist der effizientere Abschlussspieler, der mit weniger Aktionen maximalen Impact erzeugt.

Am Ende könnte genau dieser Unterschied entscheidend sein. Olise gestaltet Spiele – Dembélé entscheidet sie. Und im Halbfinale zwischen dem FC Bayern und PSG wird sich zeigen, welcher Ansatz den größeren Einfluss hat.

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