Krüger vor HSV-Wechsel: Bayern offenbar nicht begeistert

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Der FC Bayern droht eine zentrale Figur im Hintergrund zu verlieren – und das sorgt intern offenbar für Unruhe. Kathleen Krüger steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel zum Hamburger SV, wo sie künftig als Sportvorständin fungieren soll. Ein Schritt, der an der Säbener Straße nicht überall auf Zustimmung stößt.


Krüger gilt seit Jahren als eine der wichtigsten organisatorischen Kräfte beim deutschen Rekordmeister. Die 40-Jährige war lange Zeit Teammanagerin der Profis und verantwortet aktuell als Leiterin Organisation und Infrastruktur zentrale Abläufe rund um die Mannschaft. Intern genießt sie hohes Ansehen – umso größer ist nun die Verwunderung über ihren bevorstehenden Abgang.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, sind „nicht alle in München glücklich“ über diesen Schritt. Hintergrund: Krüger stand offenbar kurz vor einem weiteren Karrieresprung innerhalb des Klubs. Demnach war vorgesehen, sie zur Direktorin Profifußball zu befördern – eine Schlüsselrolle in der sportlichen Führung.

HSV bietet größere Bühne

Doch dann grätschte der HSV dazwischen. Die Hanseaten konnten Krüger mit einem noch attraktiveren Angebot überzeugen und lockten sie mit dem Posten als Sportvorständin. Damit würde sie erstmals in eine Position rücken, in der sie deutlich stärker in der Öffentlichkeit steht und strategische Entscheidungen maßgeblich mitgestalten kann.

Bemerkenswert: Der HSV muss für den Wechsel offenbar keine Ablösesumme zahlen. Krüger besitzt beim FC Bayern einen unbefristeten Vertrag mit regulärer Kündigungsfrist – ein Detail, das den Abgang für die Münchner zusätzlich schmerzhaft macht.

Neue Rolle mit klarer Aufgabenverteilung

Kathleen Krüger
Foto: imago images

In Hamburg soll Krüger künftig eine zentrale Rolle in der sportlichen Ausrichtung einnehmen. Sie wird in die strategische Kaderplanung eingebunden sein, während die operative Umsetzung von Transfers weiterhin beim Sportdirektor Claus Costa liegt. Auch die Kompetenzen von Finanzvorstand Eric Huwer bleiben unangetastet.

Der Wechsel gilt bereits als weit fortgeschritten. Zuvor hatte sich der HSV-Aufsichtsrat mehrheitlich für Krüger ausgesprochen – und sich damit gegen andere prominente Kandidaten entschieden.

Für den FC Bayern ist der mögliche Abgang mehr als nur ein personeller Wechsel. Er zeigt, dass selbst im hochprofessionellen Umfeld des Rekordmeisters wichtige Figuren nicht selbstverständlich gehalten werden können – vor allem dann, wenn sich externe Chancen auf höchster Ebene bieten.

Für den HSV hingegen wäre die Verpflichtung ein echter Coup. Mit Krüger würde man nicht nur fachliche Kompetenz gewinnen, sondern auch wertvolle Erfahrung aus einem der erfolgreichsten Klubs Europas.

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