Harter Poker: Wollen die Bayern an Laimer ein Exempel statuieren?

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

Die Vertragsgespräche zwischen dem FC Bayern und Konrad Laimer gestalten sich schwierig – es deutet sich ein harter Poker an.


Beim FC Bayern spitzt sich der Vertragspoker um Konrad Laimer weiter zu. Schon zuletzt hatte Sportvorstand Max Eberl durchblicken lassen, dass beide Seiten bei den Gesprächen noch deutlich auseinanderliegen. Nun liefert Transfer-Insider Florian Plettenberg neue Details zur komplizierten Situation.

Wie Plettenberg bei Sky erklärte, geht es vor allem um finanzielle Differenzen: „Er verdient jetzt schon mehr als 10 Millionen in einer perfekten Saison. Seine Forderungen liegen bei mindestens 15 Millionen. Da werden die Bayern nicht mitmachen. Wenn, dann muss sich Laimer auf die Bayern zubewegen. Das wird ein harter Poker.“

Damit bestätigt sich die Tendenz der vergangenen Wochen: Die Münchner sind nicht bereit, die hohen Gehaltsforderungen des Österreichers ohne Weiteres zu erfüllen. Der Klub verfolgt offenbar eine klare Linie und will sich in den Verhandlungen nicht unter Druck setzen lassen.

Laimer stellt hohe Forderungen für Bayern-Verlängerung

Brisant ist dabei eine weitere Einschätzung Plettenbergs: „Die Möglichkeit, dass mit Laimer nicht verlängert wird, um ein Exempel zu statuieren, die ist auf alle Fälle gegeben.“ Ein solches Szenario würde zeigen, dass die Bayern ihre Gehaltsstruktur konsequent durchsetzen – selbst bei wichtigen Spielern.

Trotz der harten Haltung wissen die Verantwortlichen jedoch um Laimers Wert für die Mannschaft. „Aber die wissen schon auch, was sie an Laimer haben. Denn er ist immer noch einer der besten Außenverteidiger, die es in Europa gibt“, betonte Plettenberg.

Konrad Laimer
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Der Vertrag des 28-Jährigen läuft noch bis 2027, akuter Zeitdruck besteht also noch nicht. Dennoch dürfte sich der Poker in den kommenden Monaten weiter zuspitzen.

Beide Seiten müssen sich deutlich aufeinander zubewegen, wenn es zu einer Verlängerung kommen soll. Andernfalls könnte Laimer mittelfristig sogar zu einem Kandidaten für einen Abschied werden – trotz seiner sportlichen Bedeutung für den FC Bayern.

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