Nicht nur sportlich Weltklasse: Díaz löst Bayern-Hype in Südamerika aus

Tim Schoster
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Luis Díaz ist beim FC Bayern längst mehr als ein sportlicher Faktor. Rouven Kasper nennt nun Zahlen, die zeigen, wie stark der Kolumbianer die Münchner auch abseits des Platzes prägt.

Der Wechsel von Luis Díaz entwickelt sich für den FC Bayern zu einem Gewinn auf mehreren Ebenen. Gegenüber ESPN Colombia erklärte Bayern-Marketingvorstand Rouven Kasper, der Offensivstar habe dem Klub neue Zielgruppen erschlossen: „Er hat sich als äußerst wertvoll dabei erwiesen, uns zu helfen, neue Zielgruppen auf neue und unterschiedliche Weise zu erreichen.“


Besonders deutlich zeigt sich der Díaz-Effekt im Merchandising. Kasper zufolge gehört der 29-Jährige in dieser Saison weltweit zu den fünf Bayern-Spielern mit den meisten Trikotverkäufen. „Die Bestellungen aus Kolumbien sind um mehr als 400 Prozent gestiegen, und der Traffic in unserem Online-Shop aus diesem Land ist um über 200 Prozent gewachsen“, sagte der Bayern-Funktionär.

Auch auf dem Platz hat Díaz seinen Wert längst unterstrichen. Der Linksaußen zählt in der Offensive von Vincent Kompany zu den prägenden Figuren und sorgt gemeinsam mit Harry Kane und Michael Olise für viel Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Kasper über Diaz: „Er ist in der Kabine sehr beliebt“

Luis Diaz
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Doch gerade in seiner Heimat entfaltet der Transfer eine zusätzliche Wucht. Kasper erklärte: „Das liegt größtenteils daran, dass Díaz in seiner Heimat ein Nationalheld ist, ein Spieler, der den Traum vieler junger Kolumbianer verkörpert: aus einfachen Verhältnissen aufzusteigen und die Spitze des europäischen Fußballs zu erreichen.“ Bayern zählt inzwischen mehr als fünf Millionen Follower aus Kolumbien, seit dem Transfer sei die dortige Zielgruppe um 40 Prozent gewachsen.

Auch digital spürt der Rekordmeister den Boom. Kasper bezeichnete Kolumbien aktuell als den am schnellsten wachsenden Markt des Vereins weltweit. Díaz helfe dem Klub zudem durch seine Persönlichkeit: „Mit Luis Díaz hat uns seine offene, fröhliche und charismatische Art, kombiniert mit seiner Leidenschaft für Musik, geholfen, eine Brücke zu wichtigen lateinamerikanischen Künstlern und Musikern zu bauen.“

Innerhalb der Mannschaft hat sich der Linksaußen nach Kaspers Darstellung ebenfalls schnell eingefunden. Sprachliche Hürden seien kaum ein Thema gewesen, auch weil einige Bayern-Profis etwas Spanisch sprechen. „Er ist in der Kabine sehr beliebt und gilt als einer der Spaßvögel der Gruppe“, sagte Kasper über Díaz. „Daher würde ich sagen, dass wir bei der Zusammenarbeit mit ihm auf keine nennenswerten Barrieren oder Probleme gestoßen sind.“

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