Der FC Bayern hat die Bundesliga in der Saison 2025/26 nach Belieben dominiert – und selbst die Konkurrenz scheint aktuell kaum an eine echte Wachablösung zu glauben. Besonders deutliche Worte fand nun Borussia-Dortmund-Trainer Niko Kovac.
Mit 16 Punkten Vorsprung sicherten sich die Münchner ihre 35. Deutsche Meisterschaft. Dazu kamen beeindruckende 122 Bundesliga-Tore, zahlreiche Rekorde und über weite Strecken ein Fußball, der national kaum zu stoppen war.
Während viele Fans auf ein spannenderes Titelrennen in der kommenden Saison hoffen, dämpft ausgerechnet der Trainer des wohl größten Bayern-Rivalen jetzt die Erwartungen deutlich.
Im Gespräch mit der WAZ stellte Niko Kovac unmissverständlich klar, dass er Borussia Dortmund aktuell nicht auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister sieht. „Ich glaube nicht, dass wir Bayern im nächsten Jahr Paroli bieten können“, erklärte der frühere Bayern-Trainer offen.
Besonders bemerkenswert: Kovac versuchte gar nicht erst, die üblichen Kampfansagen Richtung München zu formulieren. Stattdessen setzte der 54-Jährige bewusst auf Realismus: „Ich bin kein Naiver, sondern ein Realist.“
Bayern laut Kovac in eigener Liga
Als Hauptgrund für die anhaltende Dominanz der Münchner nannte Kovac vor allem die wirtschaftlichen Unterschiede. „Bayern hat weitaus mehr Geld und weitaus mehr Superstars als wir“, betonte der BVB-Coach.
Tatsächlich scheint der Abstand zuletzt eher größer geworden zu sein. Mit Spielern wie Harry Kane, Michael Olise oder Luis Díaz verfügen die Bayern mittlerweile über eine Offensive, die selbst international Maßstäbe setzt.

Dazu kommt Vincent Kompany, der es geschafft hat, das Maximum aus dem relativ dünnen Kader herauszuholen. Unter dem Belgier präsentierte sich der Rekordmeister deutlich stabiler und konstanter als noch in den Vorjahren. Vor allem offensiv spielte Bayern phasenweise einen Fußball, der an die besten Guardiola-Zeiten erinnerte.
Das Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain änderte intern wenig an der Bewertung der Saison. Im Gegenteil: Viele Verantwortliche sehen den aktuellen Kader bereits jetzt als einen der stärksten Europas.
Konkurrenz fehlt derzeit die Konstanz
Gerade deshalb fällt es aktuell schwer, einen ernsthaften Bayern-Herausforderer auszumachen. Leverkusen hat in der abgelaufenen Saison nicht mal die Qualifikation für die Champions League geschafft. Leipzig und Borussia Dortmund kämpfen seit Jahren mit fehlender Konstanz.
Dass ausgerechnet Kovac selbst die Titelhoffnungen seines Teams öffentlich relativiert, dürfte deshalb auch als indirektes Kompliment an den FC Bayern verstanden werden.
Besonders brisant: Die Münchner planen keineswegs, sich auf der aktuellen Dominanz auszuruhen. Mit Anthony Gordon arbeitet der Rekordmeister bereits am nächsten spektakulären Offensivtransfer.
Hinzu kommen weitere Überlegungen für die rechte Abwehrseite und das zentrale Mittelfeld. Sollten die Bayern ihre Wunschtransfers tatsächlich realisieren, könnte der Abstand zur nationalen Konkurrenz sogar noch größer werden.

