Neue Transferstrategie? Darum schlagen die Bayern so gerne in England zu

Vjekoslav Keskic
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Der FC Bayern hat in den vergangenen Jahren auffällig häufig auf dem englischen Transfermarkt zugeschlagen. Nun hat Präsident Herbert Hainer erklärt, warum die Münchner immer öfter Spieler aus der Premier League verpflichten.

Mit Harry Kane begann im Sommer 2023 eine neue Entwicklung beim deutschen Rekordmeister. Seitdem holten die Bayern mit Joao Palhinha, Michael Olise und zuletzt Luis Díaz gleich mehrere Spieler direkt aus England nach München.


Und die Liste könnte schon bald weiter wachsen.

Mit Anthony Gordon gilt aktuell der nächste Premier-League-Star als absoluter Wunschspieler der Bayern-Bosse. Der Flügelspieler von Newcastle United soll ganz oben auf der Einkaufsliste für den kommenden Sommer stehen.

Hainer spricht über Bayerns „England-Strategie“

Zuletzt wurde immer wieder spekuliert, dass sich der FC Bayern bewusst auf die Premier League fokussiere und dort gezielt nach Verstärkungen suche.

Bayern-Präsident Herbert Hainer widerspricht dieser Darstellung allerdings zumindest teilweise. „Es ist weder unsere Strategie noch reiner Zufall“, erklärte der 71-Jährige im Gespräch mit der Sport BILD.

Für Hainer liegt die Erklärung vielmehr auf der Hand: Die Premier League versammelt inzwischen viele der besten Spieler der Welt. „Viele der besten Fußballer der Welt spielen in der Premier League, weil dort viel Geld im Spiel ist und die Liga attraktiv ist“, so der Bayern-Präsident.

Gerade deshalb komme man als europäischer Topklub kaum daran vorbei, sich intensiv mit dem englischen Markt zu beschäftigen. „Wenn wir Spieler verpflichten wollen, die den FC Bayern besser machen, gibt es in der Premier League jede Menge davon“, betonte Hainer.

Bayern setzt verstärkt auf fertige Topspieler

Harry Kane
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Auffällig ist dabei vor allem die Art der Transfers. Während die Bayern früher häufiger auf junge Entwicklungsspieler setzten, verpflichteten die Münchner zuletzt verstärkt bereits etablierte Premier-League-Profis mit internationaler Erfahrung.

Kane entwickelte sich sofort zum absoluten Führungsspieler, Olise wurde direkt zum Unterschiedsspieler und auch Díaz zählt inzwischen zu den wichtigsten Offensivkräften im Team von Vincent Kompany.

Mit Anthony Gordon könnte nun der nächste Spieler folgen, der dieses Profil erfüllt.

Klar ist allerdings auch: Transfers aus der Premier League sind teuer. Gerade deshalb wägen die Bayern Verantwortlichen bei solchen Deals besonders genau ab. Bei Gordon sollen beispielsweise Summen von bis zu 90 Millionen Euro im Raum stehen.

Trotzdem zeigt sich: Die Münchner sind offenbar bereit, für absolute Wunschspieler tief in die Tasche zu greifen – wenn sie überzeugt sind, dass diese den Unterschied auf höchstem Niveau ausmachen können.

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