Der FC Bayern hat in der abgelaufenen Bundesliga-Saison mehrfach gegen organisatorische Vorgaben des DFB verstoßen – und dafür nun die Rechnung präsentiert bekommen. Der Rekordmeister muss insgesamt 65.000 Euro Strafe bezahlen.
Damit Spiele pünktlich angepfiffen werden können, gelten im deutschen Profifußball klare Abläufe und Zeitvorgaben. Genau gegen diese Richtlinien haben die Münchner laut deutschem Fußball-Bund gleich zweimal verstoßen.
Betroffen sind die Bundesliga-Partien gegen Union Berlin und Eintracht Frankfurt aus der Rückrunde der Saison 2025/26.
Bayern verzögerte Ausrüstungskontrolle
Wie das DFB-Sportgericht mitteilte, kam es in beiden Fällen zu Verzögerungen bei der vorgeschriebenen Ausrüstungskontrolle.
Beim Spiel gegen Union Berlin am 21. März verspätete sich der Anpfiff um eine Minute und 15 Sekunden. Noch deutlicher fiel die Verzögerung gegen Eintracht Frankfurt aus: Dort begann die Partie erst zwei Minuten und 30 Sekunden später.
Die Konsequenz: Für den ersten Vorfall wurde der FC Bayern mit 25.000 Euro belangt, für den zweiten sogar mit 40.000 Euro.
Insgesamt müssen die Münchner damit 65.000 Euro an den DFB zahlen.
Finanziell dürfte die Strafe den deutschen Rekordmeister zwar kaum belasten, intern dürfte die Angelegenheit dennoch für Unmut sorgen.
Schließlich sind die Abläufe und Zeitfenster rund um Bundesliga-Spiele klar geregelt. Sowohl Spieler als auch Verantwortliche werden regelmäßig über die entsprechenden Vorgaben informiert.
Gerade beim FC Bayern, wo Professionalität und Detailarbeit traditionell großgeschrieben werden, dürfte eine solche Strafe deshalb als unnötig angesehen werden.
Weitere Strafen könnten folgen
Und dabei könnte es für die Münchner sogar noch deutlich teurer werden.
Nach dem DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart drohen dem FC Bayern zusätzliche Sanktionen wegen massiver Pyrotechnik in der Fankurve. Beide Fanlager hatten während des Endspiels zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet und damit sogar eine Spielunterbrechung verursacht.
Der DFB-Kontrollausschuss beschäftigt sich bereits mit den Vorfällen. Medienberichten zufolge könnten die Strafen dabei sogar in den sechsstelligen Bereich gehen.

